20.05.2012

Aktuelle Ausgabe

BABY POST 02.12
Ab April 2012 bei Ihrem Kinderarzt und Apotheker erhältlich

------ Anzeige ------

 

KÖRPERPFLEGE
Besser baden als waschen

Besser baden als waschen

Zum Thema Hautpflege bei Babys gibt es viele Meinungen, aber kaum wissenschaftliche Erkenntnisse. Eltern informieren sich vorwiegend durch Gespräche mit den eigenen Müttern, der Hebamme oder im Internet. Dementsprechend unterschiedlich fallen die Praktiken aus. "Es fehlen einheitliche Pflegeregeln", sagt Dr. Natalie Garcia Bartels, Oberärztin an der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der Charité - Universitätsmedizin Berlin. "Selbst innerhalb einer Klinik werden manchmal unterschiedliche Methoden praktiziert."

 

Babyhaut ist nicht gleich Erwachsenenhaut

Bisher gingen Kinderärzte und Hebammen im Allgemeinen davon aus, dass die Haut eines Kindes bei der Geburt, spätestens einige Wochen danach, vollständig entwickelt und somit keine besondere Pflege benötigt.

Das spricht fürs Baden


Aufgrund ihrer Forschungsergebnisse haben die Hautärzte der Hautklinik der Berliner Charité jetzt folgende Pflegeempfehlungen formuliert:

1 Babys sollten zwei- bis dreimal pro Woche gebadet werden (in warmen Ländern, je nach kulturellen Gegebenheiten auch öfter).

2 Die Raumtemperatur sollte über 22 Grad Celsius betragen, die Wasertemperatur 37 bis 38 Grad Celsius.

3 Das Bad sollte nicht länger als fünf bis zehn Minuten dauern, und das Kind sollte anschließend sanft, aber rasch abgetrocknet werden, um eine Auskühlung zu vermeiden.

4 Ein milder Babybadezusatz hat positive Auswirkungen auf die Babyhaut und eignet sich für die schonende Reinigung besser als klares Wasser.

5 Der Badezusatz sollte speziell für Babyhaut entwickelt und flüssig sein (keine Seife).

Es wird empfohlen, Säuglinge nach dem Baden mit einer Babypflegecreme einzucremen.

Besser baden als waschen


Die richtige Babypflege ist ein umstrittenes Thema. Bislang basierte sie überwiegend auf Tradition - nun liegen mit neuen Studien wissenschaftliche Erkenntnisse vor, aus denen erstmals verbindliche Pflegeempfehlungen für Babys abgeleitet werden können

Aktuelle Studien widerlegen diese Annahme. Wissenschaftler der Hautklinik der Charité in Berlin haben unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Blume-Peytavi herausgefunden, dass Babyhaut beispielsweise mehr Wasser aufnehmen kann als die Haut von Erwachsenen; außerdem enthält die oberste Hautschicht  bei den Kleinen deutlich mehr Feuchtigkeit. Allerdings verliert Babyhaut auch schneller Wasser, und der Anteil natürlicher Feuchtigkeitsbinder ist geringer. Fazit: Babyhaut nimmt zwar mehr Wasser auf, gibt es aber auch leichter wieder ab als Erwachsenenhaut. Insgesamt bedeuten die Ergebnisse, dass die Barrierefunktion der Haut keineswegs mit der Geburt oder wenige Wochen danch ausgereift ist. Vielmehr bestehen die Unterschiede zur Erwachsenenhaut mindestens im gesamten ersten Lebensjahr. "Klares Wasser schadet nicht, aber eine zweimal wöchentliche regelmäßige Pflege mit Badezusatz und Creme verbessert die Hautbarriere, selbst bei Säuglingen mit klinisch gesunder Haut", fasst Prof. Dr. Ulrike Blume-Peytavi die Ereignisse der Charité-Studien zusammen.

Auch Wickeln will gelernt sein

Gereizter Po?

Auch bei der ersten Pflege kann es zu Reizungen der Babyhaut am Po kommen. Die Gründe dafür sind vielseitig. Bei gestillten Kindern ´hat Mamas Ernährung Einfluss auf die Hautbeschaffenheit, es kann aber auch sein, dass kleine Veränderungen im Pflegeprogramm unangenehme Auswirkungen haben. Sobald Kinder auf Beikost umgestellt werden, reagieren sie auch auf manche Lebensmittel gereizt. Und natürlich kann es auch schon mal passieren, dass die Windel vor dem Wechseln zu nass war und Babys Haut rot sieht. Oft genügt es schon, wenn Sie den Windelpo für längere Zeit lüften und Ihr Baby nackt strampeln lassen. Manchmal muß es aber mehr sein. Cremes und Salben, die Zink enthalten, helfen Ihrem Baby, sich in seiner Haut wieder richtig wohl zu fühlen.

1 Legen Sie Ihren kleinen Schatz erst dann auf den Wickeltisch, wenn alles vorbereitet ist und bereitliegt. Lassen Sie es auf dem Wickeltisch nicht aus den Augen! Babys bewegen sich schneller, als man denkt!

2 Öffnen Sie die Windel, und entfernen Sie Stuhlreste von der Haut.

3 Waschen Sie den Po sorgfältig mit warmen Wasser, Babyseife und einem Einmalwaschlappen. Die eignen sich aus hygienischen Erwägungen besser als normale Waschlappen. Cremereste entfernen Sie am besten mit Feuchttüchern und Babyöl.

4 Trocknen Sie nun die Haut Ihres Kleinen gut ab; schenken Sie den Hautfalten dabei besondere Beachtung. Das ist der beste Schutz gegen das Wundwerden.

5 Legen Sie jetzt die Windel unter den Po Ihres Babys.

6 Verteilen Sie die Babycreme auf dem Po.

7 Dann kann die Windel geschlossen werden. Achten Sie daruaf, dass die Windel gut, aber nicht zu fest sitzt. Das können Sie mit den gängigen Klettverschlüssen, die sich leicht und beliebig oft wieder öffnen und schließen lassen, sehr gut regulieren.