23.05.2013

Aktuelle Ausgabe

JA ZUM BABY 02/13
Ab dem 17. Mai bei Ihrem Gynäkologen und in Krankenhäusern mit Entbindungsstation erhältlich.

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KÖRPERPFLEGE
Empfindliche Haut braucht Pflege

Babys empfindliche Haut braucht Zeit zur Anpassung.
Zu viel Pflege schadet eher
Streichelzart dank kleiner Hilfen 

In der Wanne gefällt es mir gutFür Neugeborene sind die ersten Lebenswochen eine aufregende Zeit. Nach neun Monaten im Mutterleib entdecken sie eine Welt voller Farben, Geräusche und Gerüche. Babys brauchen Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Und auch ihre Haut passt sich erst allmählich an die veränderte Umgebung an Die Haut erfüllt viele lebenswichtige Aufgaben. Sie schützt den Körper vor Wärme, Kälte, Wind und Bakterien. Bei Neugeborenen muss dieser Schutz erst reifen. Ihre Haut ist fünfmal dünner als die von Erwachsenen. Schon das macht sie sensibler. In den ersten Lebenswochen sind die einzelnen Schichten der Haut nicht so dicht miteinander vernetzt. Hinzu kommt, dass sehr junge Babyhaut noch nicht ausreichend bestimmte Proteine und Enzyme produziert, die für den Aufbau des Säureschutzmantels der Haut wichtig sind. Darüber hinaus kann die junge Haut Feuchtigkeit nicht gut speichern. Alles in allem bedeutet das: Die zarte Babyhaut ist sehr verletzlich und reagiert empfindlich auf äußere Einflüsse. Sie braucht eine besondere Pflege, denn sie trocknet schnell aus, wird rau, schuppig und reagiert leichter gereizt. 

Kein Grund zur Beunruhigung

  

Trockene Haut ist bei Babys nichts Ungewöhnliches. Sie kommt bei rund zwei Drittel der Kleinen vor. Eltern sollten sich daher nicht beunruhigen, wenn die Haut ihres Kindes trockene oder raue Partien aufweist. Sie sind ein Zeichen dafür, dass die zarte Haut reift und sich an die Umwelt gewöhnt. Trotzdem ist es wichtig, die betroffenen Stellen zu pflegen, um die Heilung zu unterstützen. Denn trockene Haut kann jucken und sich entzünden – insbesondere wenn irritierende Faktoren hinzukommen. Das ist für das Baby sehr unangenehm. Eltern sollten deshalb schon erste trockene Stellen mit einer feuchtigkeitsspendenden Babypflege einreiben. Auch nach dem Baden ist Pflege sinnvoll. Sie stärkt die natürliche Schutzfunktion der Haut und schützt sie vor dem Austrocknen. Die Haut wird mit den fehlenden Lipiden versorgt und speichert Feuchtigkeit.      

Reizungen schnell lindern

Besonders sensibel reagiert die zarte Haut am Po – das feuchtwarme Klima unter der Windel macht sie empfindlich. Deshalb ist hier etwas mehr Vorsicht geboten. Denn rötet die Haut sich oder ist gereizt, sollten Eltern zu speziellen Wundschutzcremes greifen. Sie helfen, Infektionen vorzubeugen, und sorgen dafür, dass Reizungen in der Regel schon nach wenigen Tagen abklingen. Wenn sich die Beschwerden allerdings nach zwei bis drei Tagen nicht bessern oder sogar noch schlimmer werden, sollten Eltern sich an ihren Kinder- oder Hautarzt wenden. Der Mediziner weiß Rat, wie sich die Haut schnell erholt und sich Ihr Baby wieder rundum wohlfühlt.   

Tipps für eine zarte Haut

JuchuTrockene Hautpartien pflegen Eltern am besten mit einer feuchtigkeitsspendenden Babypflege: Fürs Gesicht eignet sich Creme, für den Körper können sie eine Lotion verwenden. Spezielle Wundschutzcremes – zum Beispiel mit Panthenol oder Zink – helfen schnell gegen Rötungen. Klingt eine Rötung nicht bald ab oder verschlimmert sich sogar, sollten Eltern ihren Kinder- oder Hautarzt aufsuchen.