05.02.2012

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BABY POST 01.12
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RUND UND GESUND
Verschnupft?

Dem SCHNUPFEN ein Schnippchen schlagen

Manche Schwangere schniefen sich durch die Schnupfensaison, andere bleiben von den Attackender Viren und Erkältungsbakterien ziemlich verschont. Ein starkes Immunsystem kann Krankheitserregern Paroli bieten

Wenn die Nase kribbelt, der Hals kratzt, Kopf und Glieder schmerzen, haben Erkältungserreger unser Immunsystem ausgetrickst und mattgesetzt. Meistens bleibt es bei einem zwar unangenehmen, aber harmlosen Infekt, der nach spätestens zwei Wochen überstanden ist. Keineswegs harmlos ist allerdings eine echte Grippe. Schwangere sollten sich wegen ihrer höheren Infektanfälligkeit deshalb vorsorglich gegen Grippeviren impfen lassen und ihre körpereigenen Abwehrkräfte rechtzeitig in Schwung bringen. Eine gesunde Ernährung spielt in diesem Zusammenhang eine ganz wichtige Rolle.

Werdende Mütter sollten täglich frisches Obst, Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte zu sich nehmen, regelmäßig Fisch, Fleisch in Maßen auf den Tisch bringen und viel trinken. Besonders wichtig fürs Immunsystem: eine ausreichende Versorgung mit dem wasserlöslichen Vitamin C, das reichlich in Zitrusfrüchten, Kiwis, Paprika, Rosenkohl und Broccoli enthalten ist. Abhärtung ist die zweite wichtige Basis für ein starkes Immunsystem. Frischluft sollte - unabhängig von Wind und Wetter - täglich auf dem Programm stehen. Windabweisende, regenfeste Kleidung, warme Schuhe, Mütze und Schal anziehen und Tag für Tag einen ausgiebigen Spaziergang an der frischen Luft unternehmen.

Da können sich die von der Heizungsluft strapazierten Schleimhäute regenerieren, und der Organismus wird winterfest. Auch Kalt-Warm-Reize können dazu beitragen, den Körper sanft abzuhärten. Während klassische Wechselfußbäder und Wechselduschen in der Schwangerschaft unbedenklich sind, sollte das Saunen in der Schwangerschaft den Frauen vorbehalten sein, die ihren Körper schon vorher an die starken Reize gewöhnt haben und eine komplikationslose Schwangerschaft erleben. Wobei auch sie auf extrem hohe Temperaturen und sehr lange Saunagänge verzichten sollten.

Hat es Sie erwischt, dann empfehlen Frauenärzte

Auch bei leichten Infekten lieber zum Arzt gehen.
Eine Untersuchung beim Arzt gibt schnell Aufschluss darüber, ob Sie sich „nur" erkältet oder einen echten grippalen Infekt eingefangen haben. Auf jeden Fall zum Arzt gehen müssen. Schwangere, wenn die Erkältung von hohem Fieber über 39 Grad, anhaltenden Kopfschmerzen, Husten mit eitrigem Auswurf, Atemnot oder anderen hartnäckigen Beschwerden begleitet wird. Bewährte Antibiotika können, wenn sinnvoll ist, in der Schwangerschaft eingenommen werden.

Bei leichten Infektionen können bewährte Hausmittel helfen.
Allen voran Dampf-Inhalationen - eventuell mit Kamillenextrakt. Wer viel trinkt, macht damit den Schleim flüssiger. Er kann dann leichter abgehustet werden. Zu empfehlen sind so genannte Schwitztees, wie Zubereitungen aus Linden- und Holunderblüten, ausgepresste Zitrone sowie warme Milch mit Honig. Gegen Halsschmerzen hilft Gurgeln mit Salbei-Kamillen-Tee, trockener Reizhusten lässt durch Lutschen von Eukalyptus- oder Salbeibonbons nach. Gegen mäßiges Fieber helfen schließlich die bewährten Wadenwickel.

Vorsicht bei der Selbstmedikation!

Für Hustensäfte gilt grundsätzlich: In der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. Bei Nasensprays kommen nur Mittel ohne gefäßzusammenziehende Wirkung in Frage, weil sonst auch die Plazentagefäße verengen. Als Fiebersenker und Schmerzmittel sind Medikament mit dem Wirkstoff Paracetamol unbedenklich.