
NO SMOKING
Obwohl die gesundheitlichen Risiken des Rauchens lange bekannt sind und Tabakrauch fürs ungeborene Baby eine ganz besondere Belastung bedeutet, fällt vielen Schwangeren der Verzicht auf die Zigarette schwer. Wer sich richtig mottiviert und im Umfeld Unterstützung sucht, kann gute Vorsätze leichter umsetzen. Nur rund einem Viertel der Raucherinnen gelingt es bisher, während der Schwangerschaft ganz auf das Rauchen zu verzichten. Die starke Abhängigkeit, die der Suchtstoff Nikotin verursacht, macht es vielen Rauerinnen offenbar unmöglich, von der Zigarette loszukomnmen. Erschwerend kommt hinzu, dass Gesundheitsexpertten davon abraten, in der Schwangerschaft auf Hilfsmittel wie Nikotinpflaster oder Medikamente zurückzugreifen. Diese enthalten nämlich häufig Inhaltsstoffe, die dem ungeborenen Kind ebenso schaden können. Im Interesse ihres Babys sollten Schwangere den Versuch trotzdem wagen und sich auch von möglichen Fehlversuchen nicht entmutigen lassen. Wer alleine die Motivation zum Rauchstopp nicht aufbringen kann, findet mit Unterstützung des Frauenarztes/der Frauenärztin bestimmt andere Schwangere, um gemeinsam dem blauen Dunst den Kampf anzusagen. Auch im Internet kann man in den heute weit verbreiteten Communitys Verbündete finden.
Die blaue Gefahr
Der in den Zigaretten enthaltene Suchtstoff Nikotin verursacht eine Verengung der Blutgefäße im Mutterleib und erschwert so die Versorgung des Kindes mit Nährstoffen und Sauerstoff. Die Folgen fürs Baby sind fatal: Untergewicht der Kinder zum Zeitpunkt der Geburt, Frühgeburten und eine höhere Säuglingssterblichkeit (plötzlicher Kindstod) hängen nachweislich mit dem Zigarettenkonsum der Mutter zusammen. Außerdem konnten Forscher in einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung dne Zusammenhang zwischen dem Rauchen der Mütter in der Schwangerschaft und späteren Verhaltensauffälligkeiten der Kinder nachweisen. So ist das Risiko von Raucherkindern, an dem sog. Zappelphilipp-Syndrom zu errkanken, rund vier Mal höher als das der Nichtraucherkinder.
Schritt für Schritt zum Rauchstopp
- Die Gesundheit Ihres Kindes hat oberste Priorität! Machen Sie sich zunächst bewusst, warum Sie aufhören wollen und welche Risiken Sie Ihrem Kind dadurch von vornherein ersparen.
- Bereiten Sie sich bewusst auf Ihren Verzicht vor, und legen Sie einen Zeitpunkt fest, ab dem Sie nicht mehr zum Glimmstängel greifen werdne. Teilen Sie Ihren Entschluss den Menschen in Ihrem Umfeld mit - das erschwert inkonsequentes Verhalten!
- Schätzen Sie Ihre Disziplin ein. Ist es realistisch, dass Sie es alleine schaffen oder brauchen Sie Hilfe? Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt und Ihrer Hebamme über Ihr Vorhaben. Einige Krankenkassen bieten Nichtraucherkurse an - ganz frei von Nebenwirkungen. Fragen Sie, wann der nächste Kurs beginnt!
- Machen Sie Nägel mit Köpfen. Weniger rauchen gelingt in den seltensten Fällen und schadet dem Kind trotzdem. Also besser ganz verzichten - ohne Wenn und Aber!
- Akupunktur kann hefen, das Verlangen nach Zigaretten zu mindern. Im optimalen Fall erzeugt die traditionelle Heilmethode eine echte Abneigung gegen den blauen Dunst.
- Kleine Schritte im großen Vorhaben: Entscheiden Sie sich in jeder Situation, in der das Verlangen wiederkehrt, neu gegen die Zigarette, und führen Sie sich immer wieder vor Augen, welches Geschenk Sie Ihrem Kind durch den Verzicht machen.
- Denken Sie positiv, spüren Sie bewusst, wie auch Ihr eigener Körper aufatmet! Durch den Rauchstopp verbessern sich Geschmacks- und Geruchssinn. Die Durchblutung wird verbessert, und Ihr Körper nimmt mehr Sauerstoff auf. Sie fühlen sich vitaler und sind weniger schnell außer Atem.
- Belohnen Sie sich auf eine andere Art und Weise. Statt der Asuzeit mit einer Zigarette, gönnen Sie sich beispielsweise einige ruhige Minuten bei einer Tasse Tee. Die beruhigt nicht nut - viel Trinken hilft Ihnen bei Ihrem Vorhaben.


