
EIN SICHERES NEST BAUEN
Unsere Kleinsten brauchen für ihre gesunde Entwicklung ein gesundes, schadstoffarmes Wohnumfeld, in dem sie sich sicher und geborgen fühlen können. Beim Kauf der Möbel für Babys kleines Nest ist es sinnvoll, auf mitwachsende Systeme zu setzen Die meisten werdenden Eltern verbringen Tage und Nächte damit, im Internet Seiten der Babyausstatter zu sichten, Spezialkataloge zu durchforsten und die Einrichtungshäuser auf der Suche nach Babys ersten Möbeln zu erkunden! Es macht ja auch viel Spaß, aus einem riesigen Angebot an Kindermöbeln, schönen Tapeten, Vorhängen und Bodenbelägen die richtigen für den eigenen Nachwuchs auszuwählen. Schließlich soll Babys erstes kleines Reich nicht nur zweckmäßig und sicher, sondern auch hübsch anzusehen sein, damit der Nachwuchs sich richtig wohl fühlen kann. Allerdings sollte man in Babys Interesse nicht nur darauf achten, dass die Einrichtung schön ist, sondern auch darauf, ob die verwendeten Materialien schadstoffarm sind.
Ein gesundes Raumklima
Kleine Kinder verbringen jeden Tag fast 20 Stunden in geschlossenen Räumen, die meiste Zeit davon im eigenen Kinderzimmer. Umso wichtiger ist es, auf eine gesunde Einrichtung und Ausstattung zu achten, denn Schadstoffe in der Wohnung, speziell aber im Kinderzimmer, können Allergien und andere Erkrankungen auslösen. Häufig stecken die krank machenden Übeltäter in Tapeten, Teppichen oder Möbeln und entweichen von dort in die Atemluft. Ganz wichtig zu wissen ist daher, dass neues Inventar – von der Tapete über den Teppichboden, von der Matratze bis zu den Möbeln – vor der Verwendung eine gewisse Zeit zum Auslüften braucht.
So können Lösungsmittel und Weichmacher ausgasen, am besten vier bis sechs Wochen. Bei Tapeten, Kleister und Farben müssen unbedingt die angegebenen Trocknungszeiten beachtet werden. Den besten Schutz bieten jedoch ökologische Produkte, die Gesundheit mit Umweltverträglichkeit verbinden. Sie sind schadstoffarm und geben wenig Stoffe an die Umwelt ab. Ein ökologischer Teppich ist aus Naturfasern und enthält keine Biozide gegen Motten und Käferfraß. So kommen Kinder, die auf dem Boden krabbeln, nicht mit Insektengiften in Kontakt. Die Wände im Kinderzimmer sollten mit Raufaser und Papiertapeten tapeziert werden, die das Umweltzeichen „Blauer Engel“ tragen. Das sind umweltfreundliche Altpapierprodukte, die kaum Schadstoffe wie Formaldehyd abgeben. Auch emissionsarme Wandfarben sind erhältlich.
Auch die Kindermöbel sollten möglichst gering mit Lösemitteln, Weichmachern, Formaldehyd und Pentachlorphenolgehalt belastet sein. Auf der sicheren Seite sind Eltern, wenn sie von vornherein darauf achten, dass die Möbel den heute wichtigen ökologischen Standards entsprechen. Das tut Kind und Natur gleichermaßen gut. Ökologische Möbel können aus dem umweltfreundlichen Rohstoff Holz gefertigt werden, ohne dass Raubbau an der Natur betrieben wird. Eine Reihe weiterer Prüfsiegel hilft Ihnen, die Sicherheit und „Gesundheit“ der Möbel einzuschätzen: Das TÜV und GS-Siegel garantiert, dass die Möbel funktionssicher sind. Das CE-Zeichen bedeutet, dass ein Produkt europäischen Normen entspricht, die Gesamtqualität des Möbelstücks bescheinigt das RAL-Gütezeichen und der Vermerk „giftfreie Lacke nach DIN 53160“ besagt, dass diese Produkte bedenkenlos in den Mund genommen werden können.
Mitwachsende Möbel
Zuerst eine Wiege oder gleich ein Kinderbett? Ein Kinderbett ist schon für den kleinen Säugling geeignet, aber in den ersten Wochen ihres Lebens fühlen sich Babys in einer Wiege oder in einem Stubenwagen auch optimal aufgehoben. Wichtige Bewegungsabläufe entsprechen dort den Bewegungen in Mamas Bauch, und das sorgt für Sicherheit, Geborgenheit und viel Wohlbefinden beim Baby. Zudem ist sie flexibel und lässt sich stets dahin stellen, wo Mama in nächster Reichweite ist. Spätestens nach ein paar Monaten muss also ein richtiges Kinderbettchen her. Das Bett sollte mindestens 70 cm breit und 140 cm lang sein. Seitengitter sind wichtig, weil sie Babys und Kleinkinder vorm Herausfallen schützen. Herausnehmbare Stäbe ermöglichen eine flexible Ein- und Ausstiegsöffnung, sobald das Kind mobiler ist. Ferner darf der Sprossenabstand 6,5 cm nicht überschreiten, damit der Kopf des kleinen Lieblings nicht zwischen die Stäbe geraten kann. Der Lattenrost sollte sich den Bewegungen des Kindes anpassen können, elastisch und höhenverstellbar sein.
Noch wichtiger ist die Matratze. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass sie von allen Seiten belüftet und sie luftdurchlässig ist. Natürlich sollte sie sich auch optimal an den Körper des Kleinen anpassen und an den wichtigen Stellen unterstützen. Über eine lange Zeit hinweg müssen Kinder täglich gewickelt werden. Machen Sie es sich deshalb so bequem wie möglich. Die optimale Wickelkommode sollte so hoch sein, dass Sie aufrecht stehend daran arbeiten können. Um Ihren kleinen Zappelphilipp nicht aus den Augen lassen zu müssen, sollten alle Wickelutensilien sowie Babykleider griffbereit in der Wickelkommode verstaut und bequem zugänglich sein. Eine weiche und abwaschbare Auflage machen die Unterlage bequem, Seitenbegrenzungen vermindern die Gefahr, dass Ihr Baby herunterfallen kann.
Planen ja, Renovieren nein!
Wissenschaftler weisen darauf hin, dass Babys, deren Mütter vor der Entbindung Babyzimmer strichen, Bettchen lackierten oder Teppichboden verlegten, von den eingesetzten Chemikalien krank werden können. Die Folgen sind häufige Atemwegsinfektionen, Hautprobleme und Allergien der Kleinen. Also: viel Spaß beim Aussuchen der Einrichtung. Das Renovieren sollten Schwangere aber unbedingt dem Partner oder Freunden überlassen!


