
Kleine Kinder fiebern bei Infekten häufig und oft auch hoch. Das empfinden Eltern natürlich als beunruhigend. Fieber ist aber meistens kein Grund zur Panik, sonfern Zeichen eines funktionierenden Abwehrsystems.
Fieber entsteht, wenn der Organismus Antikörper bildet, die den Kampf gegen die körperfremden Eindringlinge aufnehmen. Dabei steigt die Körpertemperatur an. Von Fieber spricht man, wenn die Temperatur 38,5 Grad Celsius (°C) oder mehr beträgt. Bei einzelnen Kindern weisen aber bereits Temperatur zwischen 38 °C und 38,5 °C auf eine Erkrankung hin.
Morgens ist die Temperatur meist 0,5 °C niedriger als abends.Wichtig ist es, die Temperatur des Kleinen Patienten regelmäßig zu messen, beispielsweise mit einem digitalen Fieberthermometer, das die Temperatur - im Po, im Mund oder unter dem Arm - exakt und schnell ermittelt. Moderne High-Tech-Thermometer brauchen dazu nur wenige Sekunden.Ruck, Zuck geht die Messung mit einem Stirn- oder Ohr-Thermometer. Es misst die Infrarotwärme, die vom Trommelfell und dem umliegenden Gewebe abgegeben wird.
Bei mäßig hohem Fieber sind Wadenwickel bewährte Hausmittel. Sie können das Fieber um etwa ein Grad senken. Und so wird's gemacht:zwei Handtücher in lauwarmes Wasser tauchen, leicht auswringen und um die Waden wickeln. Ein trockenes Froteetuch darüber schlegen und zehn bis 15 Minuten wirken lassen. Anschließend die Tücher noch zweimal nassmachen und anlegen. Wichtig: Wadenwicekl dürfen nur zum Einsatz kommen, wenn das Kind warme Füße und Beine hat und nicht fröstelt.
Steigt das Fieber sehr rasch an oder ist es hoch, so kann es mit speziellen Wirkstoffen für die Behandlung von kleinen Kindern gesenkt werden. Auf jeden Fall müssen fiebernde Kinder viel trinken, da der Körper bei erhöhter Temperatur mehr Flüssigkeit verbraucht. Vor allem bei kleinen Kindern besteht dadurch die Gefahr des Austrocknens.


