19.05.2012

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BABY POST 02.12
Ab April 2012 bei Ihrem Kinderarzt und Apotheker erhältlich

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GESUNDHEIT
Näschen in Not

Kleine Kinder sind anfällig für Erkältungsinfekte, weil ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist und den ständig präsenten Viren und Bakterien keine adäquate Immunantwort entgegenzusetzen hat. Viren und Bakterien haben somit ein leichtes Spiel. Deshalb ist bei Schnupfen schnelle, aber auch sanfte Hilfe gefragt.

Für Kinder kann das bis zu zwölf Erkältungen im ersten Lebensjahr bedeuten. Damit sind die Kleinen schlimmer dran als jeder Erwachsene mit halbwegs stabilem Immunsystem, den ein Erkältungsinfekt ein oder zweimal pro Jahr erwischt. Ein weiterer wichtiger Unterschied: Eindringende Erkältungsviren lassen die kleine Nase ganz schnell zuschwellen. Weil Babys anfangs ausschließlich durch die Nase atmen, wird jede eigentlich harmlose Erkältung damit gleich zu einer Belastung für die kleinen Schnupfennasen. Schnelle und sanfte Hilfe ist deshalb für die kranken Babys ganz wichtig.

Erste Anzeichen
Ein Schnupfen kündigt sich mit Niesen an. Sobald die Nasenschleimhaut stark anschwillt, stellen sich Atemprobleme ein. Letzteres ist für einen Säugling extrem unangenehm. Kleine Schnupfennasen haben starke Atembeschwerden, Schwierigkeiten beim Trinken und ein stark erhöhtes Risiko, dass der Infekt auch die Nebenhöhlen befällt und sich zu einer Mittelohrentzündung ausweitet. Außerdem haben erkältete Babys häufig Fieber, Durchfall und Erbrechen.

Erste Behandlung
Babys bei Erkältung zusätzlich zur Muttermilch oder Fläschchennahrung reichlich Flüssigkeit geben, am besten ungesüßten Tee. So verhindert man, dass die Kleinen wegen Appetiglosigkeit, Fieber, Erbrechen und Durchfall gefährlich viel Flüssigkeit verlieren und dehydrieren.

Wenn die Nase verstopft ist, können Eltern für einige Tage zu Nasentropfen oder -sprays greifen, die die Nasenschleimhaut durch ihre gefäßverengende Wirkung abschwellen lassen. Auf diese Weise kann auch einer Nasennebenhöhlen-Entzündung vorgebeugt werden. Man sollte in der Apotheke um ein Mittel bitten, dass die kindliche Nasenschleimhaut nicht austrocknet. Einige Wirkstoffe können nämlich bei häufiger und längerer Anwendung die Nasenschleimhaut schädigen.

Ein besonderes Problem bei Baby- und Kleinkindschnupfen ist das Naseputzen. Natürlich können Säuglinge noch nicht schnäuzen, und auch Kleinkinder haben vielfach ihre Probleme damit. Deshalb bei Babys den Schleim vorsichtig mit einem weichen Tuch aus der Nase entfernen. Noch besser ist ein spezieller Nasensauger aus der Apotheke. Bei kleinen Kindern jede Nasenseite einzeln ausschnäuzen lassen. Ansonsten kann es passieren, dass der Schleim in das Mittelohr gepresst wird.

Frische Luft stärkt das Immunsystem

Das gilt auch für verschnupfte Kinder. Aus diesem Grund mit den Kleinen täglich mindestens eine halbe Stunde nach draußen gehen. Liegt das Kind im Bett, ist regelmäßiges Lüften angesagt. Denn in der Zimmerluft befinden sich viele Krankheitserreger. Deshalb auch im Winter häufiger für kurze Zeit das Fenster öffnen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kleinen gut zugedeckt sind.

Bei kleinen Kindern kommt es außerdem leicht zu Komplikationen in Form einer Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündung. Jeder zweite bis dritte kleine Schnupfenpatient entwickelt eine so genannte bakterielle Superinfektion mit einer Entzündung von Nasennebenhöhlen und Mittelohr

Husten ist nicht gleich Husten

Meist hat man es zunächst mit einem trockenen Reizhusten zu tun. Wenn die Viren sich in den Bronchien festsetzen, treten besonders häufig nachts schmerzhafte Hustenattacken auf. Nach wenigen Tagen geht der Reizhusten normalerweise in einen lösenden und produktiven Husten über, bei dem der nun reichlich gebildete Schleim mit den darin befindlichen Krankheitserregern aus den Atemwegen entfernt wird.


In dieser Phase sollte der Husten nicht unterdrückt werden. Im Gegenteil: Die Selbstreinigungsfunktion kann durch schleimlösende und schleimverflüssigende Maßnahmen unterstützt werden. Diese erleichtern das Abhusten des zähen Schleims. Damit werden nicht nur die Beschwerden gelindert, sondern auch der Heilungsprozess gefördert. Schleimlösende und schleimverflüssigende Arzneimittel erhält man in der Apotheke in Form von Saft oder Tropfen. Sie sind auch für Kinder und sogar Säuglinge geeignet.

Erkältungstee aus dem Kräutergarten der Natur

Ideale Durstlöscher für kleine Schnupfennasen sind Kräutertees, die nicht nur für eine Extra-Portion Flüssigkeit sorgen, sondern auch in der Lage sind, lästige Erkältungsbeschwerden sanft zu lindern. Denn viele Heilkräuter verfügen über schleimlösende, entzündungshemmende, immunstimulierende, fiebersenkende oder reizlindernde Eigenschaften.

In der Apotheke werden viele fertige Erkältungstee-Mischungen (z.B. in Filterbeuteln) angeboten, die auch für Kinder gut geeignet sind. Dabei handelt es sich um hochwertige Heilmittel, die strengsten Qualitätsanforderungen entsprechen. Basis der Tees sind Heilpflanzen, die heute in speziellen Kulturen unter gleichbleibenden Bedingungen herangezogen werden. Qualitätsprüfungen garantieren für die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Arzneitees.