
Wenn kleine Kinder fiebern, geraten Eltern oft schnell in Panik. Doch meistens besteht kein Anlass zur Aufregung, denn Kinder reagieren schon auf harmlose banale Infekte mit einem schnellen Temperaturanstieg.
Viele Eltern geraten in helle Aufregung, wenn ihr kleines Kinde fiebert. , denn Babys fiebern nicht nur sehr schnell, sondern auch sehr hoch. So verständlich die Aufregung ist - man sollte Fieber nicht wie einen Feind bekämpfen, sondern als Verbündeten im Kampf gegen eine Krankheit akzeptieren. Denn das Fieber ist der äußerlich sichtbarste Teil des körpereigenen Abwehrsystems und ein sicheres Anzeichen dafür, dass die Immunabwehr krankmachende Eindringlinge, hauptsächlich Viren und Bakterien, erkannt und den Kampf mit Krankheiterregern aufgenommen hat.
Grundsätzlich macht es deshalb aus medizinischer Sicht keinen Sinn, jedes Fieber zu bekämpfen. Erst wenn Fieber über längere Zeit andauert, sehr hoch ist und das kranke Kinde sichtbar geschwächt ist (bei Babys deutet schon nachlassender Appetit auf Gefahr im Verzug hin!), macht es Sinn, das Fieber selbst zu senken.
In den ersten drei Lebensmonaten eines Säuglings ist es nach Empfehlungen der Kinder- und Jugendärzte trotzdem grundsätzlich sinnvoll, mit dem kranken Baby einen Arzt aufzusuchen. Einerseits fehlt frisch gebackenen Eltern die Erfahrung, die ihnen hilft, die Schwere eines Infektes richtig einzuschätzen. Außerdem ist Fieber bei ganz kleinen Babys eher die Ausnahme als die Regel und sollte deshalb ernst genommen werden. Bei älteren Babys kann man bei Fieber untrer 39,9 Grad C schon mal 24 Stunden abwarten., bevor ein Arzt konsultiert werden sollte. Jedenfalls solange das Allgemeinbefinden der Kleinen nicht stark beeinträchtigt ist und die Kleinen noch einigermaßen normal trinken.
Meistend ist der Anstieg der Körpertemperatur eine Immunreaktion des Körpers auf eingedrungene Krankheitserregerr. Nicht selten bekommen kleine Kinder aber auch Fieber, wenn sie aufgeregt waren, heftig und länger geweint oder einfach mal zu wild getobt haben. Ein Anstieg der Körpertemperatur kannn auch die Folge eines Wärmestaus im Babybettchen sien. Das wiederum ist alles andere als harmlosm denn überhitzte Babys schlafen nicht nur schlecht. Eine durch Wärmestau ausgelöste Überhitzung gilt überdies als ein Risikofaktor für den so genannten plötzlichen Kindstod. Manchmal keiden Säuglinge übrigens auch an Durstfieber. Dazu kommt es beispielsweise, wenn die Kleinen zu wenig Flüssigkeit aufgenommen haben. Dann muss der Flüssigkeitshaushalt rasch aufgefüllt werden. Sobald der Wasserhaushalt im Lot ist, normalisiert sich die Körpertemperatur auch wieder.
Hohes Fieber löst bei den Eltern immer wieder Angst vor einem Fieberkrampf aus. Dieser kommt im ersten Lebenshalbjahr so gut wie nie, sondern erst ab dem zweiten Lebenshalbjahr vor. Die Symptome: neben schnell steigendem Fieber krampfartige Anfälle, die meistens nach wenigen Minuten von alleine enden. Über Ursachen weiß man auch heute noch wenig. Betroffen sind zwischen zwei und fünf von 100 Kindern. Im Falle eines Falles sollten Eltern sofort den Notarzt verständigen. Die Anfälle verlaufen aber in der Regel ohne Komplikationen, und das Risiko von Folgeschäden ist gering. Bei etwa einem Drittel der betroffenen Kinder besteht das Risiko einer Wiederholung.
Fieber, so unterschiedlich die Ursachen auch sind, ist grundsätzlich eine sinnvolle Reaktion des Körpers. Eltern sollten aber dafür sorgen, dass ihr Kind die Krankheitsphase gut übersteht. Ein fieberndes Kind muß viel trinken, weil der Körper je nach Höhe der Temperatur viel Flüssigkeit verliert. Je kleiner das Baby, desto gefährlicher der Flüssigkeitsverlust.


