
GESUNDHEIT
Beginn einer Allergie-Karriere
Die häufigsten Aulöser
Bei den meisten Betroffenen tritt Neurodermitits schon vor dem ersten Lebensjahr auf. Bei etwa 30 bis 50 Prozent der betroffenen Babys liegt eine Allergie auf Nahrungsmittel, hauptsächlich Kuhmilch vor, gefolgt von Allergien gegen Hühnerei, Getreideprodukte, Soja und Nüsse. Häufige Auslöser sind auch Inhalationsallergien, also eine Allergie auf Pollen, Milben oder Tierhaare.
Allergien entwickeln sich zu echten Volkskrankheiten. Bis zu 15 Prozent der Kinder entwickeln vor dem ersten Schultag ein atopisches Ekzem, besser bekannt als Neurodermitis. Neurodermitis ist extrem belastend für die Betroffenen und gilt als Beginn der gefürchteten Allergie-Karriere, an deren Ende Asthma stehen kann.
Juliane ist gerade mal zehn Monate alt und schon Dauerpatientin beim Kinderarzt. Helen ist bereits seit ihrem achten Lebensmonat in Behandlung, weil ihre Haut oft rot ist, sich schuppt und offensichtlich so stark juckt, dass die Kleine die betroffenen Stellen blutig kratzt. Eine Qual für das Baby - und eine Quälerei auch für die Eltern, die fast hilflos zusehen müssen. Ging der Knderarzt anfangs noch hoffnungsvoll von einer empfindlichen Haut aus, steht seine Diagnose mittlerweile fest: Julian leidet wohl an Neurodermitis. Damit ist sie allerdings nicht seine einzige Neurodermitis-Patientin, denn mittlerweile leiden etwa 15 Prozent der Kinder an dieser neuen Volkskrnakheit. Neurodermitis (atopisches Ekzem) zählt zusammen mit Heuschnupfen und Asthma zu den allergischen Erkrankungen, deren Ursache noch weitgehend unbekannt ist. Wahrscheinlich führen eine genetische Vorbelastung und betimmte Umweltfaktoren dazu, dass das Immunsystem überempfindlich ist und auf eigentlich harmlose Reize mit einer allergischen Entzündung reagiert. Bei Patienten mit Neurodermitis ist die Haut entzündet, vor allem am Hals und in den Gelenkbeugen. Die betroffenen Stellen sind gerötet, schuppig und haben eine vergröberte Struktur. Ein zum Teil unerträglicher Juckrteiz ist jedoch das hervorstechende Symtom und führt die Betroffenen in einen Teufelskreis: Sie kratzen sich sehr viel, um Linderung zu finden. Durch das Kratzen entstehen nässende und mit Krusten beslegte Infektionen und Entzündungen, die wiederumg den Juckreiz steigern. Wenn Juliane Glück hat, bildet sich ihre Neurodermitis irgendwann spontan zurück. Meistens ist das atopische Ekzem allerdings der Beginn einer Allergie-Karriere: Im Kindes- und Jugendalter erkranken die Betroffenen oft zusätzlich an allergischem Schnupfen oder Asthma.


