19.05.2012

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BABY POST 02.12
Ab April 2012 bei Ihrem Kinderarzt und Apotheker erhältlich

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GESUNDHEIT
Ein kompletter Impfschutz ist wichtig

Ein kompletter Impfschutz ist wichtig
Gefahr nicht unterschätzen

Es gibt immer noch viele Krankheiten, vor denen man sich und seinen Nachwuchs schützen kann. Aber immer mehr gefährliche Infektionen wie die Hirnhautentzündung lassen sich durch eine rechtzeitige Impfung verhindern. Auf diese Gesundheitsvorsorge sollte niemand verzichten.

Meningokokken
Die wenigsten Menschen haben schon mal etwas von Menigokokken gehört und wissen daher leider nicht, wie gefährlich eine Infektion mit diesen hochansteckenden Bakterien sein kann. Dabei gehören sie neben Pneumokokken und den HIb-Erregern zu den Auslösern einer bakteriellen Hirnhautentzündung und können eine schwere Blutvergiftung verursachen. Von insgesamt 13 Untergruppen kommen in Deutschland Erreger vom Typ B und C vor. Eine Impfung ist nur für den Erregerstamm C möglich. Meningokokken vom Typ C verursachen schwere bis scvhwerste Infektionsverläufe. Als Folge einer Infektion kommt es häufig zu bleibenden Schädigungen wie Taubheit, Hirnschäden oder Amputationen. Dramatisch: Jedes Jahr sterben ein bis zwei Kindergartengruppen an den Folgen einer Infektion mit den gefährlichen Bakterien. Die Übertragung erfolgt ausschließlich durch den direkten Kontakt von Mensch zu Mensch. Kleinkinder mit noch nicht ausgereiftem Immunsystem und Teenager mit ersten sexuellen Erfahrungen sind besonders stark gefährdet. "In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung als Hirnhautentzündung (Meningitis). Typische Symptome sind grippeähnliche Beschwerden wie Schüttelforst, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie Nackensteifigkeit, bei der die Patienten den Kopf nicht mehr nach vorne beugen können", erklärt Prof. Dr. Sieghart Dittmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Meningokokken des Deutschen Grünen Kreuzes, Berlin. Der einzige und beste Schutz gegen Meningokokken C ist die Impfung, die vor der Ständigen Impfkommission (STIKO) als Standardimpfung für Kinder ab einem Jahr beziehungsweise als Nachholimpfung für Jugendliche empfohlen und von der Krankenkasse bezahlt wird.
Weitere Informationen:
www.agmk.de

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Es passiert beim Toben auf der Wiese oder dem gemütlichen Picknick im Grünen - unbemerkt hat eine Zecke zugebissen. Das Problem: Zecken können lebensgefährliche Krankheiten übertragen. Die bekanntestensond Borneliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Bei einer Infektion mit dem FSME-Virus treten nach vier bis 14 Tagen grippeähnliche Symtome auf wie Kopf- und Gliederschmerzen, leichtes Fieber oder Magen-Darm-Beschwerden. Sie werden meist für eine harmlose Sommergrippe gehalten. Dabei können die Viren eine Hirnhautentzündung auslösen und im zentralen Nervensystem großen Schaden anrichten. Rund zwei Prozent der Patienten sterben an den Folgen.

Waren Zecken bis vor wenigen Jahren hauptsächlich zwischen Mai und Oktober aktiv, treiben sie nun das ganze Jhr über ihr Unwesen. "Das milde Klima begünstigt mittlerweile eine Vermehrung und die ganzjahrige Aktivität der Zecken", betont Professor Dr. Jochen Süss, Leiter des Nationalen Refenrenzlabors für durch Zecken übertragenen Krankheiten am Friedirch-Löffler-Institut Jena. Bereits im Januar dieses Jahres wurde der erste FSME-Fall gemeldet. Der beste Schutz gegen eine Infektion mit FSME ist die Impfung. Ein kompletter Schutz besteht aus drei Impfungen.

Wie und wann wird geimpft
Für die Impfung der Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr bis zum Ende des 12. Lebensjahres steht ein FSME-Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Zecken-Hirnhautentzündung schützt. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen. Gegen Borreliose gibt es keine Impfung, allerdings ist diese Erkrankung im Frühstadium gut mit Antibiotika zu behandeln.

Weitere Infos unter www.zecken.de oder www.zecken.info