23.05.2013

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GESUNDHEIT
Rotavirus

Rotavirus: Schluckimpfung bewahrt Kleinkinder
vor lebensgefährlichen Komplikationen



Neugeborenes unter der DeckeEine Schluckimpfung gegen Rotaviren - dem Erreger eines schweren Brechdurchfalls - kann Krankenhausbehandlungen bei Säuglingen bis zwölf Monaten um zwei Drittel senken. Dieses Ergebnis geht aus der Datenauswertung des österreichischen Meldesystems hervor. In Österreich werden die Kosten für die Rotavirus-Impfung im Gegensatz zu Deutschland seit 18. Juli 2007 von allen Kassen übernommen. Seitdem stieg die Durchimpfung der Säuglinge, die ab der vollendeten sechsten Lebenswoche geimpft werden können, auf etwa 70 %. "Dies ist ein großer Erfolg, denn insbesondere Säuglinge sind von schweren Verläufen bei einer Rotavirus-Infektion betroffen. Sie haben eine geringere Widerstandskraft und ein geringeres Körpervolumen, bei dem schon geringe Flüssigkeitsverluste durch Durchfälle und Erbrechen lebensbedrohlich werden können. Rotavirus-Infektionen führen insbesondere bei kleinen Kindern zu heftigem Erbrechen und bis zu 20 wässrigen Stühlen am Tag. Säuglinge können dann nicht mehr genügend trinken, um den Verlust auszugleichen, so dass eine Krankenbehandlung erforderlich wird", erklärt Dr. Ursel Lindlbauer-Eisenbach, Kinder- und Jugendärztin sowie Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin.

Rotaviren grassieren vor allem im Winter und Frühjahr

Mit Beginn der kalten Jahreszeit mehren sich die Rotavirus-Epidemien in Kinderkrippen und Kindergärten, die im Frühjahr dann ihren Gipfel erreichen. Eine Infektion lässt sich durch Händewaschen und Hygiene bei Kindern kaum vermeiden. "In der Akutphase der Erkrankung verbreiten Kinder die Viren nicht nur über den Speichel und den stuhl, sondern auch über die Atemwege. Das Rotavirus ist sehr wiederstandsfähig und hochansteckend; bereits wenige Viren können bei einem Kindzum Ausbruch der Durchfallerkrankung führen. Deshalb ist der wirksamste Schutz eine Schluckimpfung", so Dr. Lindbauer-Eisenach. Weitere Informationen unter :  www.kinderaerzte-im-netz.de

Liste der Krankenkassen, die die Impfungen ganz oder zum Teil erstatten.