19.05.2012

Aktuelle Ausgabe

BABY POST 02.12
Ab April 2012 bei Ihrem Kinderarzt und Apotheker erhältlich

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GESUNDHEIT
Startkapital für eine gesunde Entwicklung

G e p f l e g t e Z ä h n e von Anfang an

Startkapital für eine gesunde Entwicklung 

Babys erste Milchzähne sehen nicht nur süß aus, sie sind auch ganz wichtig für seine weitere Entwicklung. Schließlich sind sie die Basis für die Nahrungsumstellung auf feste Kost und Platzhalter für die bleibenden Zähne. Auerdem spielen gesunde Milchzähne eine wichtige Rolle für die Sprachentwicklung. Eltern sollten sich also Zeit für ihre Gesunderhaltung nehmen.  

Baby mit Beißring - Baby Walz
 
 Foto: BABY WALZ
Die Freude ist groß, wenn die ersten Zähnchen durchbrechen. Denn sie markieren einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Kindes. Feste Kost und Teilnahme an den Familienmahlzeiten liegen nun nicht mehr fern. Doch auch in anderer Hinsicht haben die Milchzähne eine enorme Bedeutung: Sie ermöglichen den Kindern, richtig sprechen zu lernen, dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne und verhindern Verformungen und Fehlstellungen im Gebiss. Deshalb gilt: Babys Zähne brauchen von Anfang an die richtige Nahrung und Pflege. Die ersten Milchzähne lassen sich etwa ab dem sechsten Lebensmonat in der Mitte des Unterkiefers sehen. Dann sollte auch die Zahnpflege beginnen. In dieser Phase sollten Eltern die Zähne des Babys einmal am Tag mit einer kleinen, weichen Kinderzahnbürste reinigen. In Absprache mit dem Zahnarzt kann gegebenenfalls auch bereits eine fluoridhaltige Kinderzahnpaste (500 ppm = 0,05 Prozent Fluoridgehalt) sinnvoll sein. Es sollte jedoch nur eine erbsengroße Menge an Kinderzahnpaste verwendet werden, weil Kinder einen Großteil davon verschlucken. Um das Herunterschlucken nicht zu fördern, eignet sich eine Kinderzahnpaste ohne Frucht- oder Bonbongeschmack am besten. Auch ein Zahnarztbesuch ist in dieser Phase bereits sinnvoll.   Ab dem zweiten Lebensjahr sind fast alle Milchzähne da und sie sollten jetzt zweimal täglich gereinigt werden. Durch das Vorbild und die Anleitung der Eltern lernen Kinder frühzeitig die tägliche Mundhygiene. Kreisende Bewegungen sind zur Reinigung der Zahnflächen für Kinder besonders gut geeignet. Eltern müssen das Zähneputzen bei ihren Sprösslingen auf jeden Fall überwachen und die Zähne bis zum Grundschulalter nachputzen. Werden Zähne von Anfang an richtig gepflegt und die regelmäßigen Zahnarztbesuche zweimal im Jahr eingehalten, stehen die Chancen gut, dass die Zähne ein Leben lang gesund bleiben.  
 



Karies bedroht auch Babyzähne


 

 Muuter und Baby beim Zähneputzen - GABA

 Foto: GABA

Auch Babys können schon Karies bekommen. Die wichtigste Maßnahme zum Schutz der weichen Kinderzähne ist, die Besiedelung der Mundhöhle mit karieserzeugenden Mikroorganismen zu verhindern. Eine Ansteckung mit Kariesbakterien erfolgt hauptsächlich über Eltern, Verwandte und andere Kinder durch wiederholte Speichelkontakte. Hier gilt es wachsam zu sein und möglichst keine Löffel, Schnuller, Sauger oder andere Gegenstände in den Mund zu nehmen und dann dem Kind zu  geben. Außerdem spielt die Zahngesundheit der Bezugspersonen eine wichtige Rolle: Je gesünder die eigenen Zähne sind, desto geringer ist die Übertragungsgefahr. Die zweite Rgel lautet: kein Zucker im ersten Lebensjahr! Je später Kinder mit Zucker in Kontakt kommen, desto besser für ihre (Zahn-)Gesundheit.  Eine große Gefahr für Babyzähne ist das Dauernuckeln an der Flasche. Nuckelflaschen sind daher nur zum kurzzeitigen Trinken geeignet, das heißt für die Dauer der Mahlzeit, nicht aber zur „Selbstbedienung“ oder fü die Nacht. Denn beständiges Umspülen der Zähne mit Flüssigkeit setzt die körpereigene Reparatur mit Hilfe des Speichels außer Kraft. Besonders gefährlich sind alle süßen oder säurehaltigen Getränke wie zum Beispiel süßer Tee oder Eistee, Fruchtsäfte oder Erfrischungsgetränke. Sie haben in der Ernährung von Säuglingen – und besonders in der Trinkflashce – nichts zu suchen. Stattdessen sollten die Kinder ungesüßte Tees oder Wasser bekommen und bereits am Ende des ersten Lebensjahres lernen, aus einem Becher oder einer richtigen Tasse (nicht aus der Schnabeltasse) zu trinken. 

Kinder und Süßes – ein in vielen Familien schwieriges Thema. Denn die meisten Kinder haben eine große Vorliebe für Süßigkeiten. Doch das heutige Überangebot an Naschwaren und süßen Getränken ist eine große Gefahr für die noch empfindlichen Milchzähne der Kinder. Insbesondere das Trinken aus Nuckelflaschen oder so genannten Rennfahrerflaschen stellt eine große Gefahr für die Zähne dar, da die Flüssigkeit nur sehr langsam an den Zähnen vorbei „rieselt“.    

 3 wichtige Regeln für die Pflege der Milchzähne 

  • Ab dem ersten Milchzahn sollten die Zähne einmal und ab dem zweiten Lebensjahr zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpaste geputzt werden. Bei Kleinkindern ist die Anleitung und Kontrolle durch die Eltern wichtig, die übrigens bis zum Schulalter die Zähne ihres Kindes nachputzen müssen. Dazu erhalten Sie Tipps von Ihrem Zahnarzt.
  • Nehmen Sie Ihr Kind frühzeitig mit zum Zahnarzt, am besten von Anfang an jedes halbe Jahr. So lässt sich vermeiden, dass die Kleinen Angst vor dem Zahnarzt entwickeln, denn schmerzhafte Behandlungen sind bei gesunden Zähnen gar nicht erst nötig. Außerdem kann der Zahnarzt Zahnfehlstellungen früh erkennen.
  • Alle Kinder naschen gerne. Um der Bildung von Karies vorzubeugen, sollten die Kleinen Süßigkeiten, Kuchen und Desserts und andere gesüßte Nahrungsmittel aber möglichst nur zu den Hauptmahlzeiten genießen dürfen. Danach Zähneputzen nicht vergessen!
 

Welche Strategien gibt es also für gestresste Eltern? Strenge Verbote helfen nicht weiter. Wie bei anderen im Übermaß schädlichen Dingen sollte das Kind einen maßvollen Umgang damit lernen – und auch vorgelebt bekommen. Besonders wichtig sind natürlich die tägliche