
Mit Baby auf großer Fahrt
Babys sind sehr anpassungsfähig
Voraussetzung für einen erholsamen Urlaub ist allerdings, dass Babys Bedürfnisse bei der Reiseplanung berücksichtigt werden.
Urlaubsreisen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens geworden. Junge Eltern müssen auf die liebgewonnenen Gepflogenheiten auch gar nicht verzichten. Denn es gibt kaum ein Argument, das ernsthaft gegen einen Urlaub mit Baby spricht. Natürlich fällt das Urlaubsgepäck deutlich umfangreicher aus als sonst, aber eigentlich spricht nichts gegen eine Urlaubsreise vor dem ersten Geburtstag. Im Gegenteil: Verglichen mit zweijährigen Trotzköpfen oder sechsjährigen Quengelkindern sind Babys im Urlaub vergleichsweise anspruchlos und zufrieden. Allerdings sollte man die ersten drei gemeinsamen Lebensmonate auf jeden Fall in den eigenen vier Wänden verbringen. Diese Zeit benötigt der Säugling einfach als Anpassungszeit an das neue Leben.
Das Ferienziel sollte - egal ob Sie mit dem Auto, Bahn oder Flugzeug verreisen - innerhalb von ein paar Stunden erreichbar sein. Sonst wird die Reise zu einer Belastung fürs Baby. Große Klimawechsel, tropische Hitze und extrem hohe Luftfeutigkeit verträgt das Baby überhaupt nicht. Am besten sind junge Eltern und ihr Baby an den Stränden von Nord- und Ostsee, am Mittelmeer oder in den Mittelgebirgsregionen Europas aufgehoben. Das gemäßigte Klima dieser Breiten ist ideal für den Nachwuchs. Nach Möglichkeit sollten junge Familien Ferienreisen bei großer Hitze meiden. Frühling und Herbst sind für Babys Wohlbefinden besser als Sommerhitze. Auf jeden Fall sollten Sie den Kinderarzt frühzeitig über die geplante Reise informieren. Er kann feststellen, ob das Baby fit für die Reise ist, den Impfschutz überprüfen und Ihnen wichtige Tipps rund um die Gesundheit unterwegs geben.
Für kleine Kinder das große Gepäck
Unverzichtbar für kleine Urlauber ist eine gut ausgestattete Reiseapotheke. Was hinein gehört sollten Sie individuell mit Ihrem Kinderarzt besprechen oder sich in der Apotheke beraten lassen. Auf jeden Fall wichtig: Verbandszeug, Pflaster, Pinzette, Fieberthermometer, Desinfektionsmittel, Wundsalbe sowie Arzneimittel gegen typische Urlaubsbeschwerden. Mittel gegen Durchfall, Erbrechen und Elektrolytlösung gehören ebenso dazu wie Medikamente gegen Fieber, Husten, Schnupfen sowie Salbe gegen Insektenstiche und Sonnenbrand.
10 Regeln für den sicheren Sonnenschutz
- Vor dem ersten Geburtstag gehört ein Baby grundsätzlich in den Schatten. Am Strand tut es auch ein Sonnenschirm.
- Babys krabbeln gerne nackt herum. Aber selbst im Schatten sollten die Kleinen im Sommer grundsätzlich leicht bekleidet sein.
- Ein Hütchen oder ein Tuch schützen den empfindlichen Kopf vor Überhitzung und Sonnenstich.
- Gesicht und Hände immer zusätzlich mit Sonnenschutzmittel einreiben.
- Zwischen 12 und 15 Uhr ist Zeit für eine Siesta im Hotelzimmer oder in der Ferienwohnung. Zu dieser Tageszeit ist die Sonnenintensität einfach zu hoch, die Hitze selbst im Schatten schädlich.
- Verwenden Sie möglichst einen Sonnenschutz auf Mikropigmentbasis. Die feinen Mineralpigmente reflektieren das Sonnenlicht bereits an der Hautoberfläche.
- Den Sonnenschutz mindestens eine halbe Stunde vor dem Weg zum Strand auftragen.
- Benutzen Sie nach Möglichkeit einen Sun Blocker, also ein Sonnenschutzprodukt mindestens mit LSF (Lichtschutzfaktor) 20 und mehr.
- Wenn der Nachwuchs zwischendurch ins Wasser krabbelt, braucht seine Haut wasserfesten Sonnenschutz.
- Nach dem Baden die Haut abtrocknen und neu eincremen.


