
Modell Großeltern
Die Experten der Stiftung Ravensburger und die beteiligten Soziologen waren überrascht, als eine gemeinsam durchgeführte Studie folgendes Resultat erbrachte: Demnach betreuen immer noch sehr viele Omas und Opas ihre Enkelkinder. Das Modell, das schon als Auslaufmodell galt, hat ja auch viele Vorteile. Wo erfährt ein kleines Kind schließlich so viel Liebe? Was die Betreuungskosten angeht, reicht meist eine kleine Aufmerksamkeit, Betreuungszeiten können sehr flexibel vereinbart werden, und die Großeltern sind auch in den Ferien da. Also nur Vorteile? Nicht unbedingt, denn gerade in der sensiblen Beziehung zu den eigenen Eltern kommt es manchmal zu Streit über Erziehungsfragen.
Fabienne Becker-Stoll, die sich viel mit der Bedeutung von Großeltern als Bindungspersonen für Kinder beschäftigt hat, empfiehlt dennoch: "Wenn nicht gerade großer Knatsch in der Familie herrscht, ist die Oma sicher die beste Variante für die Betreuung eines Babys. Selbst, wenn sie das anders macht, als Eltern es sich vorstellen. Die Oma sagt nicht plötzlich ab, weil sie einen anderen Job hat, und bleibt dem Kind auch später noch erhalten." Tipp: Wer keine Oma in der Nähe hat, kann sich eine leihen: Kontakte zu Leih-Omas finden Interessierte unter www.aktivpatenschaften.de


