
Junge Eltern: Konfliktvermeidung statt Erziehung
Mit der "peb-Studie Junge Eltern" untersuchte die Plattform Ernährung und Bewegung e.v. (peb) die Einflussfaktoren für das Ernährungs- und Bewegungsverhalten junger Familien in der frühen Phase der Kindheit. Damit beleuchtet die peb-Studie Motive, Hinderungsgründe und Voraussetzungen für gesundheitsorientiertes Verhalten in jungen Familien und liefert neue Erkenntnisse zur Prävention von Übergewicht.
Im Auftrag von peb wurden für die Studie, die mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert wurde, insgesamt 330 Eltern von Kindern im Alter von 0-3 Jahren durch Rheingold, Institut für morphologische Marktforschung, befragt. Die Ergebnisse zeigen vor allem, dass der Alltag in vielen jungen Familien oft von Konfliktvermeidung und zu wenig Regeln und Strukturen geprägt ist.
Gesunder Lebensstil braucht Regeln
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es im Alltag von jungen Familien immer weniger Regeln, Rituale und feste Essenszeiten gibt. Eltern machen ihren Kindern nur wenige Vorgaben - und das Essen wird zur Verhandlungssache, bei der zwischen Eltern und Kindern ausgehandelt wird, was, wann, wie oft und wie viel gegessen wird. So gestehen sich 42 Prozent der Eltern ein, dass es Ihnen schwer fällt, sich den Wünschen der Kinder zu wiedersetzen. Es fällt Eltern schwer, feste Regeln aufzustellen und durchzusetzen.
Ständige Konfliktvermeidung
Viele junge Eltern versuchen, durch Medienkonsum und Lebensmittel außerhalb der Mahlzeiten ihre Kinder ruhig zu stellen, um Konflikte mit ihren Kindern zu vermeiden oder si zu lösen. Zum Teil werden Kinder bei jder kleinsten Unlustäußerung (wie Langeweile, Kummer o.ä.) durch Essen, Trinken oder den Fernseher ruhig gestellt. Dies ist vor allem auf den Anspruch der Eltern zurückzuführen, das Kind sollte immer glücklich und zufrieden sein. So stimmen 63 Prozent der Eltern der Aussage zu, trotz einigermaßen fest geplanter Mahlzeiten ihrem Kind auch zwischen den Mahlzeiten etwas zu essen zu geben, wenn es danach verlangt.


