19.05.2012

Aktuelle Ausgabe

BABY POST 02.12
Ab April 2012 bei Ihrem Kinderarzt und Apotheker erhältlich

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FAMILIE & PARTNERSCHAFT
Familienzeit entspannt genießen

Ist eine Urlaubsreise nicht viel zu anstrengend für unser Baby? Diese Frage stellen sich viele junge Eltern, wenn sie mit dem Nachwuchs im ersten Lebensjahr verreisen möchten. Doch sie können beruhigt werden: In der Regel spricht nichts dagegen einen Urlaub vor dem ersten Geburtstag. Babys sind im Urlaub vergleichsweise anspruchslose und zufriedene Zeitgenossen, die im Tragetuch, im Kinderwagen oder in der Rückentrage praktisch überallhin mitgenommen werden können.

Urlaubsreisen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens geworden. Junge Eltern müssen auf diese lieb gewonnene Gewohnheit auch nicht verzichten. Solange ein Baby gesund ist und der Kinderarzt keine Einwände hat, gibt es kein Argument, dass ernsthaft gegen einen Urlaub mit Baby spricht.

Natürlich fällt das Urlaubsgepäck deutlich umfangreicher aus als sonst, aber grundsätzlich spricht nichts gegen eine Urlaubsreise vor dem ersten Geburtstag. Im Gegenteil: Verglichen mit zweijährigen Trotzköpfen oder sechsjährigen Quengelkindern sind Babys im Urlaub vergleichsweise anspruchslos und zufrieden. Allerdings sollte man die ersten drei gemeinsamen Lebensmonate auf jeden Fall in den eigenen vier Wänden verbringen. Diese Zeit benötigt der Säugling einfach als Anpassungszeit an das neue Leben. Das Ferienziel sollte - egal ob Sie mit Auto, Bahn oder Flugzeug verreisen - innerhalb von ein paar Stunden erreichbar sein. Sonst wird die Reise zu einer Belastung fürs Baby. Große Klimawechsel, tropische Hitze und extrem hohe Luftfeuchtigkeit verträgt das Baby überhaupt nicht. Am besten sind junge Eltern und ihr Baby an den Stränden von Nord- und Ostsee, am Mittelmeer oder in den Mittelgebirgsregionen Europas aufgehoben. Das gemäßigte  Klima dieser Breiten ist ideal für den Nachwuchs. Nach Möglichkeit sollten junge Familien Ferienreisen bei großer Hitze meiden. Frühling und Herbst sind für Babys Wohlbefinden besser als Sommerhitze. Auf jeden Fall sollten Sie den Kinderarzt frühzeitig über die geplante Reise informieren. Er kann feststellen, ob das Baby fit für die Reise ist, den Impfschutz überprüfen und Ihnen wichtige Tipps rund um die Gesundheit unterwegs geben.

Wie in den eigenen vier Wänden
Früher war es für Familien nicht leicht, ein Ferienquartier zu finden, in dem Kinder nicht als Störenfriede und Plagegeister empfunden wurden. Wo kinderlose Gäste sich in Ruhe entspannen wollten, war Kinderlärm auf der Etage, im Seisesaal und am Pool nicht willkommen. Für Familien gab es da eigentlichnur eine Möglichkeit, die gemeinsame Zeit nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten: indem sie sich eine Ferienwohnung oder gleich ein ganzes Haus mieteten. Und auch heute, wo sich das Urlaubsangebot für Familien so rasant wandelt, kann man in einer Ferienwohnung bzw. einem Ferienhaus eine wunderschöne entspannte und ebenso erlebnisreiche Zeit verbringen. Urlaub wie in den eigenen vier Wänden, keine festen Essenzeiten, kein Zwang, im Speisesaal ruhig zu sitzen, jede Menge Platz zum Spielen. Auch wenn das Baby zahnt oder wegen einer Unpässlichkeit die Nacht zum Tag macht, muss man keine vorwurfsvollen Blicke anderer Gäste oder ihre Beschwerden bei der Hoteldirektion befürchten. Die kleinen können nach Lust und Laune krabbeln, oft kann die Familie einen Balkon oder Garten mitbenutzen. Attraktive Domizile auf Zeit werden häufig von privat angeboten. Angebote findet man im Internet oder in den Tageszeitungen. Aber es gibt auch spzialisierte Anbieter. Übrigens werden auch immer mehr Ferienwohnungen in attraktiven Großstädten wie Berlin, Paris, Rom, London und sogar New York angeboten. Hier können Familien dann auch ein interessantes Kulturangebot zu einem bezahlbaren Preis nutzen.

Für Eltern interessant ist auch das zunehmend wachsende Angebot in Baby- und Familienhotels. Wer sich richtig verwöhnen lassen möchte, statt morgens erst mal die Brötchen einzukaufen, ist in einem Hotel bestens aufgehoben. Vorausgesetzt, dort hat man sich auf die Wünsche und Bedürfnisse junger Familien eingestellt. Wer in ein gutes Familienhotel reist, kann Kinderwagen, Kinderbett und Hochstuhl getrost zu Hause lassen, weil man vieles wie daheim vorfindet. Klar, dass kleine Kinder sowohl in den Zimmern sicher aufgehoben sind (z.B. Steckdosen, Treppengeländer etc.), und die gesamte Hotelanlage inklusive Spielräume sicher ist. Spezielle Babyhotels sind sogar mit Babyphon, Wickeltisch oder Wickelauflage, Babybadewanne, Kinderwagen, Rückentragen, Fläschchenwärmer und Vaporisator ausgestattet, bieten eine Kinderbetreuung plus Babysitterservice an. Auch im Restaurant werden die Kleinen schnellstmöglich und individuell bedient. Ein spezielles Babybuffet wartet auf den Nachwuchs. Die meisten Babyhotels sind Nichtraucherhotels. Die Größe der Unterkunftvariiert vom Familienzimmer mit drei bis vier Betten bis zum Familienapartment. Für Eltern interessant ist auch das große Fitness- und Wellnessangebot der Hotels. Hier können sie entspannen oder sich fit für den Alltag machen, während ihr Nachwuchs von geschultem Personal betreut wird.

Experten raten: Kinderhaut vor der Sonne schützen
Babyhaut muss man vor direktem Sonnenlicht schützen. Erst etwa ab dem zweiten Geburtstag kann Kinderhaut besser mit dem UV-Anteil des Sonnenlichts umgehen und sich, unterstützt durch gute Sonnenschutzprodukte, vor Sonnenbränden und Hautschäden schützen
 

  • Vor ihrem ersten Geburtstag sollte Babyhaut nach übereinstimmender Empfehlung von Kinderärzten und Dermatologen grundsätzlich keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Eltern sollten für ihre Kleinsten ein schattiges Plätzchen suchen bzw. schaffen und ihren Nachwuchs zusätzlich mit Hemdchen, Hose und einem Hütchen auch vor direktem UV-Licht schützen.
  • Bei Kleinkindern verwenden Sie Sonnenschutz speziell für Kinder. Diese Mittel erhalten weder Konservierungsmittel noch Duftstoffe, damit die empfindliche Haut nicht gereizt wird.
  • Benutzen Sie wasserfesten Sonnenschutz. Der schützt auch im Wasser und wenn Ihr Wirbelwind schwitzt.
  • Kleine Wasserraten direkt nach dem Plantschen oder Baden abtrocknen, da´Wassertropfen auf der Haut wie ein Brennglas wirken!
  • Benutzen Sie Sonnenschutz mit möglichst hohem Schutzfaktor, mindestens Faktor 20. Besonders empfindliche Partien mit einem Sun Blocker schützen. Ein gutes Sonnenschutzmittel bietet Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlen.
  • Der Sonnenschutz sollte ab und zu erneuert werden. Aber wenn die Schutzzeit abgelaufen ist, sollten Sie den Strandaufenthalt beenden. Neues Auftragen verlängert die Schutzwirkung nicht.
  • Auch die empfindlichen Kinderaugen brauchen Schutz. Eine gute Sonnenbrille ist ihr Geld wert.

Das sollten Sie nicht vergessen

Ausweise, Papiere
Kinderausweis, Vorsorgeheft, Impfausweise und andere wichtige Papiere sollten Sie griffbereit im Handgepäck verstauen.

Nahrung
Wird der Sprössling mit Säuglingsmilch gefüttert, so sollte die Nahrung in ausreichender Menge mit ins Ausland reisen. Nicht überall gibt es das bevorzugte Produkt in gleicher Zusammensetzung zu kaufen. Auch Babytee sollten Sie mitnehmen, denn bei Hitze müssen die Kleinsten viel trinken. Ebeno müssen Fläschchen und sämtliches Zubehör im Koffer Platz finden. Auch im Beikostalter macht es Sinn, die gewohnte Gläschenkost mit ins Urlaubsquartier zu transportieren.

Sonnenschutz
Packen Sie unbedingt ein hochwerttiges Sonnenschutzmittel mit extrem hohem Lichtschutzfaktor für die empfindliche Babyhaut ein.

Mücken- und Insektenschutz
Guten Schutz vor Insekten bietet ein Moskitonetzt über dem Kinderwagen und dem Babybett.

 Verletzter Bär mit Stock
 Foto: fotolia KramBam
Reiseapotheke
Unverzichtbar für kleine Urlauber ist eine gut ausgestattete Reiseapotheke. Was hineingehört, sollten Sie individuell mit Ihrem Kinderarzt besprechen oder sich in einer Apotheke beraten lassen. Auf jeden Fall wichtig: Verbandszeug, Pflaster, Pinzette, Fieberthermometer, Desinfektionsmittel, Wundsalbe sowie Arzneimittel gegen typische Urlaubsbeschwerden. Mittel gegen Durchfall, Erbrechen und Eletrolytlösung gehören ebenso dazu wie Medikamente gegen Fieber, Husten, Schnupfen sowie Salbe gegen Insektenstiche und Sonnenbrand. Empfehlenswert ist auch ein homöopatisches Notfallset. Im Akutfall kann die Reiseapotheke "Erste Hilfe" leisten, einen notwendigen Arztbesuch am Urlaubsort jedoch keinesfalls ersetzen.