
Wer seinen Nachwuchs frühzeitig an den Radelspaß gewöhnen möchte, hat heute die Wahl zwischen zwei Transportmitteln: dem Fahrradkindersitz und Anhängern. Ersterer ist nach wie vor das gebräuchlichste Transportmittel. Voraussetzung für einen sicheren Sitz ist allerdings, dass die Kleinen selbständig stabil sitzen können. Deshalb eignet sich ein Fahrradsitz frühestens nach dem neunten Lebensmonat. Die Sitze sind praktisch, schnell montiert - vor oder hinter dem Fahrer, in oder gegen die Fahrtrichtung - und ermöglichen eine unmittelbare Nähe zum Kind während der Fahrt. Es gibt sie dazu in verschiedenen Variantern - die Produkte einiger Hersteller bieten echten Komfort. Beispielsweise sind verstellbare Rückenlehnen für unterschiedliche Ruhepositionen optimal für ein Nickerchen unterwegs.

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Standen früheren Generationen lediglich einfache Hartplastikschalen - im besten Falle mit Bauchgurt ausgestattet - zur Verfügung, sitzen die Kleinen von heute nicht nur bequem, sondenr auch geschützt. Moderne Kindersitze verfügen über Sicherheitskonstruktionen, die im Falle eines Unfalls unter Umständen Schlimmstes verhindern können.
Höhenverstellbare Kopfstützen, Speichenschutz, Polsterung sowie ausgeklügelte Gurtsysteme sorgen für größtmögliche Sicherheit. Trotzdem: Auf einen gut sitzenden Helm dürfen die Kinder auf keinen Fall verzichten! Obergrenze für die Belastbarkeit sind im Allgemeinen 22 Kilogramm.Auch die Körpergröße spielt dabei eine Rolle. "Seit einigen Jahren hat der Klassiker allerdings mit starker Konkurrenz zu kämpfen", weiß der Urmitzer Zweiradexperte Uwe Oberkirch zu berichten. Denn Fahrradanhänger für Kinder erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, und das nicht ohne Grund.

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Nicht nur, dass hierin schon die Kleinsten in einer kompatiblen Babyschale an der Frischluft unterwegs sein können - die Fahrt ist wesentlich bequemer, und die Kinder können vor kreuzenden Insekten und allen Witterungen geschützt reisen und dabei die freie Aussicht genießen. Platz für den mitreisenden Lieblingsteddy inklusive. "Es gibt die Anhänger nicht nur als Einsitzer - in vielen Modellen finden bis zu zwei kleine Fahrgäste bequem Platz. Allerdings dürfen die meisten Hänger mit höchstens 50 kg Gewicht beladen werden", erklärt Oberkirch. Vorteilhaft ist das nahezu unveränderte Fahrverhalten des Zugfahrrads. Zwar müssen Eltern etwas kräftiger in die Pedale treten und mit einem etwas veränderten Bremsverhalten rechnen - auch der Wendekreis des Gespanns ist größer.
Doch ansonsten bleibt das Fahrverhalten weitestgehend ungestört. "Das ist beim Transport der Kinder im Sitz anders", erklärt Uwe Oberkirch. "Viele Kinder sitzen nach einiger Zeit unruhig - das kann die Fahrstabilität beeinträchtigen. Insbesondere die Stabilität in den Kurven ist betroffen, da sich die Kinder nicht mit in die Kurve neigen - das kann schnell zum Sturz führen", warnt Oberkirch.Die neueste Generation der Kinderfahrradanhänger hat neben der Verwndung am Fahrrad noch weitere Einsatzmöglichkeiten zu bieten: So gibt es Modelle, die in Windeseile zum Kinderwagen umgebaut werden können. Die unkomplizierte Montage eines Buggyrades und einer Handstange ermöglichen das problemlos. Ebenso einfach ist die Umrüstung zu einem Joggingwagen: Statt des Buggyrades, welches die Lenkung mit seiner Richtungsbeweglichkeit ermöglicht, wird ein größeres Rad in Laufrichtung fest montiert. Das sorgt für optimale Richtungsstabilität und ist bestens geeignet für sportliche Eltern, die zwischendurch lieber laufen als radeln. Und wird das praktische Vehikel einmal nicht gebraucht oder soll sogar mit in den Familienurlaub, lässt es sich schnell und problemlos zusammenklappen und findet überall ein Plätzchen.


