
Erziehung ist Beziehung
Das Thema Erziehung bewegt die Gesellschaft. Große Nachrichtenmagazine widmen dem
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| Foto: Nicole Effinger-Fotolia.com |
Wenn das Baby erinen guten Start ins Leben hat, wenn es sich angenommen und geliebt fühlt, ist die Basis für seine Persönlichkeitsentwicklung perfekt. Glücklicherweise ist den meisten Neugeborenen die Liebe ihrer Eltern sicher, ganz gleich, aus welchem Elternhaus sie stammen. Probleme entstehen oft, wenn das Baby seinen eigenen Willen entwickelt, Halt und Richtlinien der Eltern benötigt, sozusagen nach Erziehung "schreit".
Kinder sind keine Partner
"Kinder müssen wie Kinder behandelt werden",
sagt Dieter Schwämmlein und sieht das Grundproblem im Erziehungsdebakel darin, dass Eltern ihre Kinder oft zu partnerschaftlich behandeln - beispielsweise schon Kleinkinder mit entscheiden und wählen lassen. Aus Erfahrung weiß Schwämmlein, dass dies vornehmlich Eltern sind, die eine gute Bildung genossen haben und auch für das eigene kind nur das Beste wollen, sie wollen weder antiautoritär sein, noch autoritär, sie möchten einfach nur ein selbstbewusstes und glückliches kind großziehen. Genau diese frühe Selbstbestimmung aber (z.B. Möchtest du heute einen Mittagsschlaf machen oder nicht?") kann kleine Kinder langfristig überfordern. Was sie brauchen sind klare Regeln und ein klares Ja oder Nein von Anfang an. "Und Kommunikation versteht das Baby bereits nach acht Monaten", weiß Dieter Schwämmlein. Der Erziehungsberater hat beobachtet, dass gerade beim ersten Kind Eltern oft dazu neigen, Debatten mit dem Kind zu führen, ihm lange und voller Verständnis zu erklären, warum dies oder jenes nicht nach seinem Kopf gehen kann. das sei unnötig, ja sogar kontraproduktiv. "Gerade kleine Kinder verstehen gar keine langen Erklärungen, sie müssen nur wissen: darf ich oder darf ich nicht", sagt er. Hört sich simpel und einleuchtend an, doch warum geraten so viele junge Mütter und Väter an ihre Grnezen? Sind hilflos, wenn sich ihr Kind im Supermarkt schreiend auf den boden wirft? '"Eltern müssen den Mut aufbringen, Grenzen zu setzen, sie müssen sich selbst die Erlaubnis dazu geben, eine klare eindeutige Position zu vertreten", erklärt Schwämmlein. Das sei Voraussetzung: "Eltern, die nicht genau wissen, was sie wollen und welche Meinung sie vertreten, kommen nicht authentisch rüber und brauchen sich nicht zu wundern, wenn die Kinder beginnen, ihnen auf der Nase herumzutanzen." Kinder verstehen in ganz jungen Monaten schon sehr viel, Eltern müssen sich dessen bewusst werden und ihr Kind nicht von Reglen verschonen, weil es scheinbar noch zu klein sit. "Vor Kindern muß man sich nicht rechtfertigen", so der Erziehungsberater. Und eine klare Position überzeugend rübergebracht hat keineswegs etwas mit übertriebener Strenge zu tun - im gegenteil, sie gibt den Kindern Halt und Sicherheit. Und sich das klarzumachen, damit kann man als Eltern nicht früh genug bei den Kindern beginnen.
Eine klare Position gibt Sicherheit
Schwämmlein weiß um die Not der jungen Eltern, seine lange Warteliste in der Beratungsstelle des Diakonischen Werks in Coburg spricht eine eigene Sprache. Er gibt nicht auf, Mut zu machen, Erziehung täglich mit Spaß und Freude zu erleben.



