19.05.2012

Aktuelle Ausgabe

BABY POST 02.12
Ab April 2012 bei Ihrem Kinderarzt und Apotheker erhältlich

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FAMILIE & PARTNERSCHAFT
Sicher unterwegs

Sicher unterwegs
Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Kinder von ihrem ersten Lebenstag an im Auto mitfahren. Dort müssen sie allerdings besonders gut gesichert werden

Jeder Unfall, bei dem ein Mensch zu Schaden kommt, ist ein tragisches Ereignis. Aber wenn ein Kind betroffen ist, sind die Folgen umso dramatischer. Schon seit längerem gilt deshalb für Kinder eine strenge Sicherungspflicht im Auto. Sie besagt, dass Kinder nur in speziell für die jüngsten Beifahrer entwickelten Kindersitzen transportiert werden dürfen. Diese gesetzliche Regelung und eine intensive Aufklärungsarbeit haben in den letzten Jahren tatsächlich dazu geführt, dass die meisten Kinder  selbstverständlich in Kindersitzen gesichert werden, wenn die Familie im Auto unterwegs ist. Doch Kindersitz ist nicht Kindersitz und Eltern tun gut daran, sich vor dem Kauf über die Unterschiede der Modelle und die wichtigsten Voraussetzungen für einen sicheren Einbau, der ganz entscheidend für die Schutzwirkung ist, zu informieren. Außerdem sollte man sich genau anschauen, welche Ergebnisse ein Kindersitz (z.B. des ADAC oder TÜV) in puncto Aufprallschutz vorweisen kann.

 

Gewicht und Größe
Wie alle Produkte sind auch Kindersitze genormt. Es gibt insgesamt sechs Gruppen, die Einteilung erfolgt nach dem Gwewicht des Kindes. Die Rückhaltesysteme für Neugeborene und Babys, also die Kleinsten der Kleinen, sind so genannte Rebound-Systeme, rückwärts gerichtete Systeme für Kinder von 0 bis 10 kg (Gruppe 0) bzw. 0 bis 13 kg (Gruppe 0+) Körpergewicht. Sie werden entgegen der Fahrtrichtung auf einem Rücksitz oder auf dem Beifahrersitz angebracht. In den Babyschalen der Gruppe 0 und 0+ können Neugeborene und Babys flach liegend transportiert werden. Die Rückenlehne ist bei einem guten Sitz höhenverstellbar und lässt auch ein aufrechteres Sitzen zu. Wer alleine mit dem Baby unterwegs sit, hat zwar den Nachwuchs gerne im Blick und setzt deshalb das Baby samt Babyschale gerne auf den Beifahrersitz. Gerade bei längeren Fahrten kann man einen verrutschten Schnuller leichter wieder zurechtrücken oder das weinende Baby mit einem Streicheln oder einem Lächeln und liebevollem Blickkontakt beruhigen. Genau davor warnen allerdings Verkehrsexperten. Sie empfehlen, Kinder

 Im Auto müssen Kinder gesondert gesichert werden

Die Sicherheitsexperten des ADAC empfehlen


KK im AutositzFahren Sie mit dem eigenen Auto zum Händler und testen Sie den Einbau vor Ort. Denn: Nicht jeder Sitz passt perfekt in jedes Auto. Außerdem sollte man den Einbau samt Sicherung des Kindes im eigenen Auto unbedingt ausprobieren. Der Kindersitz muss mit dem Autogurt stets so straff wie möglich fixiert werden. Nur dann wird beim Unfall der Schutz voll wirksam. Gleiches gilt für die Gurte, mit denen der Nachwuchs festgeschnallt ist. Lasche Gurte führen beim Crash dazu, dass der Kindeskörper nach vorne geschleudert und dann ruckartig gestoppt wird. Die Belastung wird zu hoch. Der Kopf schlägt dann möglicherweise gegen den Vordersitz.

Achten Sie beim Kauf darauf, ob der Kindersitz Ihrer Wahl ein Prüfsiegel mit der gültigen Norm ECE R 44/03 oder 44/04 aufweist. Zu erkennen ist die Gültigkeit an der mehr stelligen Prüfnummer unterhalb des Buchstabens „E“ (schwarz umkreist. Ältere Modelle erfüllen die heute geltenden Sicherheitsvorschriften nicht mehr und dürfen seit April 2008 nicht mehr benutzt werden. Ein guter Kindersitz kann Leben retten! Deshalb sollte man einen Kindersitz, auch wenn er nicht ganz billig ist, auf jeden Fall lieber fabrikneu als auf dem Trödelmarkt oder im Internet ersteigern. Modernes Design ist nicht alles, aber das Risiko, dass die Sitze nicht mehr den Sicherheitsstandards entsprechen oder möglicherweise sogar vorgeschädigt sind, ist im Interesse der Kindersicherheit zu groß!