19.05.2012

Aktuelle Ausgabe

BABY POST 02.12
Ab April 2012 bei Ihrem Kinderarzt und Apotheker erhältlich

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FAMILIE & PARTNERSCHAFT
Perfektion ist nicht alles

Perfektion ist nicht alles
Mütter im Stress

Heulendes Baby

Maike bereitet sich gerade auf Besuch vor: Nachdem sie ein schönes Entspannungsbad genommen hat, zieht sie ihre schicke weiße Bluse an, die ihr so gut steht! Das dezente Make-up passt zu ihrer gepflegten Frisur. Während ihr kleiner Sonnenschein Lina friedlich im neuen niedlichen Sonntagskleidchen in der Wiege liegt, schaut Maike ein letztes Mal nach dem selbst gemachten Kuchen im Backofen. Heute kommen ein paar Freunde vorbei, um Maike und die frisch geborene Lina zu besuchen. Da klingelt bereits der erste Gast … Schnitt! Tatsächlich laufen die Vorbereitungen so ab: Maike läuft hektisch durch die Wohnung,weiß nicht, wo sie zuerst aufräumen soll. In der Küche türmt sich das Geschirr, an selbst gebackenen Kuchen ist überhaupt nicht zu denken! Im Wohnzimmer liegen Babysachen rum, und im Schlafzimmer wartet der Kleiderhaufen auf die rettende Hand, die ihn wegräumt. Maike hat es noch nicht einmal geschafft, unter die Dusche zu springen und gleich ist der Besuch da. Lina schreit wie am Spieß, sie muss wieder gestillt werden. Maike spürt Verzweiflung in sich aufkommen: „Warum hat mir keiner gesagt, wie anstrengend doch alles sein kann!“ Maike geht es wie fast jeder Mutter nach der Geburt des ersten Kindes. Nach der Begeisterung über den kleinen Engel kommen mit der Rückkehr nach Hause schnell Selbstzweifel, ob die neue Aufgabe zu schaffen sein wird! Alles erst mal halb so schlimm, wenn anfangs noch eine helfende Hand da ist, z. B. der Partner, der noch ein paar Tage Urlaub hat. Trotzdem haben die meisten Frauen jetzt schon Angst vor der Zeit, in der sie allein mit dem Baby sein werden. Trotzdem: bitte entspannt bleiben! Die erste Zeit mit dem Baby zuhause ist für die meisten Eltern und insbesondere für die durch die Geburt erschöpften Unser Baby und wirMütter schwierig. Gleichzeitig haben sie mit hormonellen Veränderungen zu kämpfen, die nicht nur den Körper im Sinne von Schweißausbrüchen, Ziehen am Unterbauch etc., sondern auch die Seele in Form von Ängsten, Selbstzweifeln, Babyblues etc. betreffen. Dennoch ist die erste Zeit zwischen Mama und Baby die schönste und intensivste. Allein die körperliche Nähe, die eine Mutter zu ihrem Kind schafft, ist einzigartig und findet nur zwischen Mutter und Kind statt. Hier entsteht die erste besondere, einzigartige Bindung.   

4 Wichtige Tipps für die erste Zeit mit dem Baby 

1 Suchen Sie Kontakt zu anderen Müttern. Der Erfahrungsaustausch mit Frauen in der gleichen Lebenssituation ist ganz wichtig und nützlich.  

2 Leider ist es biologisch nicht möglich, während der Schwangerschaft vorzuschlafen und somit sein „Schlafkonto“ aufzufüllen. Man sollte sich deshalb so gut wie möglich nach dem Schlaf-Wach-Rhythmus des Babys richten und eine Ruhepause nehmen, wenn der Säugling auch schläft. Zusätzlicher Gewinn: Die Körpernähe tut beiden gut!  

3 Eine zu hohe Erwartungshaltung an die eigene Leistung überfordert und macht unzufrieden. Sinnvoller ist es, die Haushaltsführung neu zu strukturieren und angebotene Hilfe ohne Schuldgefühle anzunehmen. Wer nicht auf Hilfe zurückgreifen kann, sollte sich auf die wirklich notwendigen Dinge im Haushalt konzentrieren und den Partner mit einbeziehen, indem Sie beispielsweise abends gemeinsam die Wohnung auf Vordermann bringen. Es ist wichtig, einen eigenen Arbeitsrhythmus zu finden.  

4 Viele Männer fühlen sich nach der Geburt eines Babys in die zweite Reihe zurückversetzt. Gemeinsame Zeit ist aber für die Partnerschaft sehr wichtig. Ein Ausweg aus der Zeitfalle: Pflegen Sie Ihre Paarbeziehung abends, wenn das Baby schläft. Essen Sie gemütlich und reden Sie miteinander. Anfangs ist es sicher schwierig, Zeit für gemeinsame Aktivitäten zu finden. Dann kann man mit einem Abendspaziergang mit Kinderwagen beginnen, bis der Familienalltag mit festen Abläufen steht.