
DAS 1. LEBENSJAHR
Liebe, Schutz und Geborgenheit
Eltern sollten Ihrem Kind vor allem Liebe schenken
Jeder kleine Mensch ist ein grosses Wunder
Als Eltern machen wir uns Gedanken, wie wir unser Baby am besten fördern können. Ob wir schon im Alter von drei Monaten ein Buch mit ihm betrachten sollten, oder wann wir welches Spiel mit ihm spielen sollten. Das ist löblich, aber erst der zweite Schritt. Der erste, auf den alle Förderung des Lebens aufbaut, ist das, was wir in uns tragen: die Liebe zu unserem Kind. Ein Baby würde ohne Liebe verkümmern, mehr noch, nicht überleben. Deswegen ist das wichtigste, was wir einem Baby geben können, uneingeschränkte Liebe. Nun ist Liebe etwas sehr subjektives, jeder Mensch lebt sie anders. Daher gibt es auch kein Patentrezept, wie häufig ein Kind amTag auf den Arm genommen werden sollte, wie häufig geküsst oder gewiegt. Das ist Sache zwischen Eltern und Kind, und die Dosis stimmt immer, wenn Eltern ihr Kind lieben. Lassen Sie sich daher auch nicht irritieren, wenn „andere“ davon sprechen, dass Sie Ihr Kind verwöhnen, sobald Sie Ihr Kind zum Beispiel hochnehmen, wenn es schreit. Bei frisch geborenen Babys kann nicht von Verwöhnen die Rede sein, wenn man sie füttert, sobald sie weinen oder sich anderweitig so schnell wie möglich um ihre Bedürfnisse kümmert. Es ist vielmehr ein besonders guter Start ins Leben, wenn die Kleinen von Anfang an mitbekommen: „Du wirst gehört, du brauchst keine Angst zu haben. Alles ist gut.“ „Aufpassen“ sollte man in späteren Monaten, wenn die Kinder beginnen, sich zu erinnern, dann wissen sie schon ganz genau, wann sie Mami „rumkriegen“, und die Kleinen beginnen zu taktieren. Hier ist es dann unerlässlich für Eltern, Grenzen zu setzen.Vorher aber gilt: Drücken und Knuddeln Sie Ihr Baby, so oft Ihnen danach zumute ist. Reden Sie mit ihm, singen Sie ihm etwas vor. Lachen Sie es an! Sie legen Ihrem Kind damit den größten und sichersten Grundstein für ein vertrauensvolles, erfolgreiches Leben. Einfach nur, weil Sie für es da sind.
Eine wohltuende körperliche und seelische Bereicherung für die Liebe zwischen Kind und Eltern ist die Babymassage. Mit dieser besonderen Form des Streichelns geben Sie Ihrem Baby auf natürliche Art und Weise Geborgenheit, Entspannung und Liebe. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass durch die sanfte Berührung verstärkt Wachstumshormone ausgeschüttet werden. Außerdem soll die Herz-Kreislauf-Funktion und die Durchblutung von Haut und Muskeln gefördert werden. Und noch mehr kann die Babymassage: Besonders bei Babys mit Blähungen bewirkt das sanfte Massieren, dass der gesamte Verdauungstrakt angeregt wird. Kurzum: Babymassage ist eine ganzheitlich gesunde Sache. Beate Börner, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Baby- und Kindermassage: „Durch liebevolle Berührungen können Eltern ihre Körpersprache unterstützen und die Bindung zu ihrem Baby verstärken.“ Sie empfiehlt eine Massagetechnik, die sich aus anregenden und entspannenden Elementen zusammensetzt. Es ist empfehlenswert, gemeinsam mit dem Baby einen Baby-Massage-Kurs zu besuchen. Das verschafft Sicherheit und neue Kontakte und Austausch mit anderen Müttern.


