19.05.2012

Aktuelle Ausgabe

BABY POST 02.12
Ab April 2012 bei Ihrem Kinderarzt und Apotheker erhältlich

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DAS 1. LEBENSJAHR
Babys brauchen Rituale

BABYS brauchen Rituale

Papa und ich Rituale sind festgelegte Handlungen, die sich täglich zu einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Anlass wiederholen. Diese Verlässlichkeit gibt kleinen Kindern die Geborgenheit und Sicherheit, die sie für ihre emotionale Entwicklung brauchen.
Jeden Morgen, kurz nach 7:00, steht Papa Holger auf und geht gezielt den leisen Geräuschen aus dem Kinderzimmer nach. Der zehn Monate alte Theo wacht gerade auf. Papa holt den Kleinen in das Elternbett und dann wird mit Mama und Papa gekuschelt! Kuscheln wird vom Toben abgelöst, gefolgt von wach kitzeln, bis alle gemeinsam aufstehen. Diese Szene hat sich in Theos Familie zum täglichen Aufwach-Ritual entwickelt. Dann geht Mama mit Theo in die Küche, wo sie zusammen mit ihm auf dem Arm sein Morgenfläschchen zubereitet. Rituale sind für kleine Kinder besonders wichtig, da sie ihnen das Gefühl von Sicherheit geben und sie so die Familie als „ein zusammengehörigesTeam" erleben lassen.

Guten-Morgen-Rituale
Guten-Morgen-Kuscheln. Für viele Familien ist das morgendliche Kuscheln und Toben im Elternbett besonders wichtig. Gemeinsam den Tag begrüßen und zeigen: Wir gehören zusammen. Wir sind ein eingeschworenes kleines Team - das macht dem Baby und den Eltern Spaß.

Guten-Morgen-Lied.
Mama oder Papa kommt ins Kinderzimmer, singt dabei ein Lied, wie z. B. „Guten Morgen, guten Morgen, wir winken uns zu. Guten Morgen, guten Morgen, erst ich und dann du". Die Melodie kann frei gewählt werden. Das Kind wird dabei sanft gestreichelt und geküsst, bis es wach ist.

Rituale zu den Mahlzeiten
Die Mahlzeiten sind für jede Familie der Dreh- und Angelpunkt des Tages. Hier kommt in der Regel die gesamte Familie zusammen und erlebt sich als sichere soziale Einheit. Ihr Baby - auch wenn es noch so klein ist - erlebt die gemeinsamen Mahlzeiten als Ereignis eines harmonischen und intakten Familienlebens. Fernseher und Telefon gehören zu den Mahlzeiten ausgeschaltet. Das Tischdecken kann bereits ein Teil des Frühstücks-, Mittagessen oder Abendbrot-Rituals sein. Involvieren Sie ruhig Ihren Liebling in die Vorbereitung der Mahlzeiten, z. B. können Sie ihn auf den Arm nehmen, ihn aus der Besteckschublade sein Löffelchen nehmen und diesen dann auf sein Kinderstühlchen oder den Tisch legen lassen. Decken Sie mit ihm gemeinsam den Tisch und erklären Sie dabei alle Handlungen und Gegenstände. Das Kind fühlt sich so involviert und ist stolz darauf, dass es bei Erwachsenen-Aufgaben dabei ist und sogar auf seine Art unterstützen darf. Wenn alle zusammensitzen, kann ein kleines Gebet oder kurzer Reim gemeinsam aufgesagt werden, z. B. „Guten Appetit, alle essen mit und wer nichts hat, dem geben wir was ab, zipp zapp". Dabei fassen sich alle an den Händen und bewegen sie rhythmisch auf und ab.

RITUALE ZUR ABENDZEIT
Rituale zur Abendzeit bringen Ihrem Kleinen Entspannung und ermöglichen ihm einen guten Schlaf. Viele El- tern entscheiden sich bei ihrem Liebling für ein Gute-Nacht-Bad. Mama wäscht dabei sanft das Kind oder singt ihm etwas vor. Hierbei können kleine Reime gesprochen oder gesungen werden, die die Wasch-Aktionen beschreiben. „Zähneputzen blitzeblank". Mit diesem oder einem ähnlichen Aufruf läuten die Eltern die abschließende Mundhygiene ein. Sie putzen mit dem Kleinen die ersten Zähnchen und loben es ständig dabei, wie gut es das schon kann. Wenn die Beißerchen geputzt sind, rufen alle gemeinsam erneut „Zähneputzen blitzeblank" und klatschen begeistert, um dem Kleinen zu zeigen, wie toll es diese Aufgabe beherrscht. Dieses Zähneputz- Ritual kann natürlich zu jeder Tageszeit beim Zähneputzen angewandt werden.

Schlafenszeit
Eltern mit schlafendem BabyDer aufregende und ereignisreiche Tag soll in einen Zustand der Ruhe und Gelassenheit übergehen. Gerade dabei brauchen kleine Kinder besonders viel Aufmerksamkeit und Zuneigung. Eine kurze Gute-Nacht-Geschichte ist ein schöner Abschluss des aufregenden Tages. Anschließend sorgt ein „Gute-Nacht-Lied" bei Ihrem Liebling für die nötige Entspannung und das Einstimmen auf die Nachtruhe. Eine Spieluhr hat ähnliche Wirkung wie das durch Mama gesungene Schlaflied. Viele Mütter entscheiden sich gern für beide Varianten, d. h. zuerst singen sie ihrem Kind ein Lied vor und lassen anschließend ein paar Minuten lang die Spieluhr laufen (wenn möglich mit der Melodie des gesungenen Liedes). Das Zudecken und der Gute-Nacht- Kuss durch die Eltern, gefolgt von einem lieben Satz, wie: „Schlaf gut, mein Engel" oder „gute Nacht, mein Schatz, ich hab dich lieb" runden das Zu-Bett-Geh-Ritual harmonisch ab. Finden Sie heraus, welche täglichen Rituale am besten zu Ihnen als Familie passen und wenden diese regelmäßig zum gleichen Anlass und/ oder Zeitpunkt an. Beschränken Sie sich dabei auf zwei höchstens drei Rituale pro Tag, damit Ihr kleiner Liebling nicht überfordert wird.