
Wenn Babys die Nacht zum Tag machen, belastet das die Nerven der Eltern enorm. Welche Ursachen Eltern beeinflussen und damit sowohl die Entwicklung wie auch das Wohlbefinden ihres Babys fördern können, lesen Sie hier
Ursache Nummer 1 - Baby ist krank oder zahnt
Dieser Ursachenkreis lässt sich von allen Faktoren, die den Babyschlaf stören, am wenigsten beeinflussen. Alle Babys sind im ersten Lebensjahr mal krank. Manche seltener, andere dafür umso häufiger. Dann ist auch der Schlaf gestört. Ein Säugling, dessen Nase durch eine Erkältung verstopft ist, kann nicht richtig atmen und schläft dementsprechend schlecht. Auch andere Infektionen setzen dem kleinen Organismus zu und stören die wichtige Nachtruhe. Auch in den Zeiten des Zahnens kommt es immer wieder zu Schlafstörungen. Wer im Erkrankungsfall einen Arzt zu Rate zieht und auch bei so genannten Bagatellerkrankungen, die das Wohlbefinden des Babys stark beeinträchtigen, wie beispielsweise ein Schnupfen, dafür sorgt, dass das Babynäschen frei bleibt (babygeeignetes Nasenspray) und die Zahnungsbeschwerden des kleinen ´Kindes behandelt werden (z.B. kühlen, Beißringe anbieten, homöopathische Mittel einsetzen). Das kann die Dauer und das Ausmaß der Störung begrenzen.
Ursache Nummer 2 - Eine nasse Windel
Wenn Babys früher in der Nacht aufgewacht sind, war oft eine nasse Windel schuld. Diesen Stressfaktor kann man heute leicht ausschalten. Leistungsfähige, hochwertige Windeln sind so saugfähig, dass Babys bis zu zwölf Stunden trocken bleiben. Nach der letzten Abendmahlzeit sollte man die Windel sicherheitshalber noch einmal wechseln. Achten Sie darauf, dass das Baby dabei nicht ganz ausgezogen wird, denn viele Bewegungen machen wieder munter. Lieber nur den Body so weit wie nötig hochziehen und mit geübten ruhigen Griffen die Windel anlegen.
Ursache Nummer 3 - Ihr Baby hat Hunger, braucht Zärtlichkeit, mehr Körperkontakt
Je kleiner ein Baby, desto regelmäßiger und häufiger braucht es seine nächtliche Milchration. Mit der Zeit wird der Abstand zwischen den Hungerphasen immer größer, das Baby schläft irgendwann die ganze Nacht durch. Trotzdem kann es sein, dass Ihr Kleines vom Hunger geweckt wird. Dann hat es allerdings keinen Appetit auf Milch, sondern möchte einfach die Nähe und den Körper der vertrauten Menschen, eben Mama und Papa, spüren. Dann sollten Sie es auch nicht weinen lassen, sondern sein Bedürfnis nach Zärtlichkeit stillen. Die Sicherheit, die Eltern ihrem Kind damit vermitteln, stärkt seine Persönlichkeit und ist eine gute Voraussetzung für ein zufriedenes, selbstbewusstes und angstfreies Leben.
Ursache Nummer 4 - Bauchweh
Bauchweh kann Babys ebenfalls um den Schlaf bringen. Wenn keine Erkrankung wie Durchfall, Magen-Darm-Infekte oder andere organische Ursachen vorliegen, kommen die so genannten Dreimonatskolliken als Auslöser in Frage. Sie entstehen vermutlich, weil der kindliche Darm in den ersten Lebensmonaten eine erhebliche Anpassungs- und Entwicklungsleistung zu bewältigen hat. Viele Babys leiden deshalb an äußerst schmerzhaften Blähungen, die hauptsächlich am Abend auftreten. An Schlaf ist dann erst mal nicht zu denken. Zum Glück endet diese unangenehme Phase nach drei Monaten von alleine. Bis dahin hilft nur, übermäßiges Luftschlucken vermeiden und gegebenenfalls Mittel geben, die die gestaue Luft in Luft auflösen.
Ursache Nummer 5 - Der Sommer
Wer mit Kindern in der Stadt wohnt, ist an heißen Tagen nicht zu beneiden. Wenn die Temperaturen nachs nicht unter 20 Grad sinken, ist es im Kinderzimmer warm und die Luft stickig. Keine guten Voraussetzungen für einen tiefen Schlaf. Ein einigermaßen angenehmes Zimmerklima setzt voraus, dass man die nster tagsüber geschlossen lässt und das Zimmer abdunkelt, damit keine zusätzliche Hitze eindringen kann. Erst abends wird kräftig gelüftet. Damit die Kleinsten im Bett nicht schwitzen, sollten Eltern auf leichte Kleidung achten. Ein Babybody oder kleines Hemdchen reichen füü die Nacht vollkommen aus. Weil es außerdem lange hell ist, sollte das Kinderzimmer möglichst gut abgedunkelt sein, z.B. durch Rollos, dunkle Gardinen oder Jalousien. Ein Fliegengitter ist Gold wert. Außerdem halten Insektenschutzmittel Plagegeister wie Mücken vom Baby fern. Achten Sie aber darauf, dass die Produkte für das Baby unbedenklich sind.
Ursache Nummer 6 - Stress oder Unruhe
Was ein Bay an jedem einzelnen Tag seines ersten Lebensjahres erlebt, können Erwachsene sich gar nicht vorstellen. Jeder Tag bringt etwas Neues, an manchen Tagen scheint Babys Welt immer wieder neu zu entstehen. All das ist aufregend und für die kindliche Entwicklung auch ganz wichtig. Eltern sollten aber auch dafür sorgen, dass der Adrenalinpegel rechtzeitig vor dem Schlafengehen langsam heruntergefahren wird, damit ihr Kind zur Ruhe kommt.
Ursache Nummer 7 - Angst vor dem Alleinsein
Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen für ein kleines Kind, ja sie sind sein Garant für Sicherheit und Wohlbefinden. Erst langsam begreift es, dass Eltern auch dann noch in der Nähe sind wenn sie aus seinem Blickfeld verschwunden sind. Der abendliche Abschied von den Eltern ist deshalb nicht leicht zu verkraften. Für viele Kinder ist es immer wieder ein kleiner Schock, wenn sie nach einem Tag mit Mama und Papa ins Bett gelegt werden und die Eltern sich dann aus dem Zimmer zurückziehen. Für diese Babys bricht jeden Abend die Welt zusammen. Eltern sollten sich darüber im Klaren sein, dass Rituale ihrem Kind den Prozess des Loslassens erleichtern. Streicheleinheiten, eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen - je verlässlicher das Ritual, desto besser für das Kind. So lernt es allmählich, dass es zwar alleine einschlafen muss, die Eltern aber trotzdem da sind, wenn es sie braucht.

