05.02.2012

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BABY POST 01.12
Ab Februar bei Ihrem Apotheker und Kinderarzt erhältlich

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DAS 1. LEBENSJAHR
Nuckeln ja - aber richtig

Angeborener Saugreflex

Schnuller gehören heutzutage ebenso selbstverständlich zu jeder Grundausstattung für Babys wie ein Kinderbettchen, Windeln oder Strampelanzüge. Während der ersten beiden Lebensjahre nuckeln fast alle Babys, da sie über einen angeborenen Saugreflex verfügen. Was ursprünglich zur Nahrungsaufnahme an der Mutterbrust, zur Beruhigung oder zum Einschlafen dient, weitet sich allerdings häufig zu einer mehrjährigen festen Angewohnheit der lieben Kleinen aus. Dabei bevorzugen einige Wonneproppen einen Schnuller, andere hingegen lutshcen am Däumchen oder Finger, um ihren natürlichen Saugbedürfnis nachzukommen. Leider nicht ohne Folgen: Lutschgewohnheiten führen zur Veränderungen an Kiefer und Zähnen, die bereits im frühen Kindesalter massive Fehlstellungen und Zahnprobleme verursachen. "Fast zwei Drittel aller Anomalien entstehen durch Schnuller und Daumen. Dadurch entstehen beispielsweise ein offener Biss oder Kreuzbiss, Rücklage des unterkiefers sowie Zungenfehlfunktionen", erklärt Dr. Achim Nesselrath, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie aus Ratingen. 

Auf die richtige Form kommt es an

Häufig stehen Eltern vor der Entscheidung: Schnuller oder Aumen? Experten raten, einen Schnuller zu verwenden, da sein weiches Material und die anatomische Formung gesundheitliche Risiken mindern. Das Däumchen ist sehr hart und weist keine kiefergerechte Form auf, deshalb kommt es hier häufiger zu Zahn- und Kieferfehlstellungen. Zusätzlich führt das Lutschen am Daumen zur stärkeren Gewöhnung als beim Schnuller. Aber auch beim Schnullerkauf gibt es  einige Details zu beachten. Nur hochwertige Produkte gehören in die Babyausstattung, hier sollten Eltern den Nutzen vor optischen Gesichtspunkten abwägen. "Weitere wichtige Kriterien stellen eine angemessene Größe und dem Gaumen angepasste Form, wie beispielsweise eine anatomisch geformte Mulde im Saugteil, ausreichende Bewegungsfreiheit sowie ein optimaler Schnullerschaft dar", fürht Dr. Nesselrath aus. Nicht zu unterschätzen: tägliche Hygiene und regelmäßiger Austausch des geliebten Nuckelgegenstandes.

Gesundheitsgefahren nicht unterschätzen

Ab dem siebten bis achten Monat bekommen Babys ihre Zähnchen. Bereits jetzt führt intensives Nuckeln zu sensiblen Störungen in der Ausbildung des Gebisses, da bei Daumenlutshcen und Standardschnullern enorme Kräfte auf Kiefer und Zähne wirken. Über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren resultieren so aus frühen Schäden an Milchzähnen dienen, sowie aus Deformierungen an Unter- und Oberkiefer später massive Funktionsstörungen. Deshalb sollten Eltern mit ihren Kindern spätestens ab dem dritten Lebensjahr regelmäßig einen Kieferorthopäden aufsuchen. "Neben Beeinträchtigungen beim Sprechen, Beißen, Kauen oder Atmen begünstigt Nuckeln eine Vielzahl von Folgekrnakheiten: Zahnfehlstellungen führen zu Karies, Parodontose und frühem Zahnverlust. Kieferanomalien stehen weiterhin in Verbindung mit Kiefergelenkproblemen, die wiederum Kopf- und Ohrenschmerzen sowie Verdauungs- wie auch Konzentrationsstörungen sorgen können. Insgesamt leidet die Entwicklung des Kindes erheblich", sagt Dr. Achim Nesselrath.

Schritt für Schritt ohne Schnuller
Eltern sollten ihren Kindern das Nuckeln sehr behutsam abgewöhnen

  • Schnuller erfüllen eine Vielzahl von Funktionen: Sie beruhigen, geben Geborgenheit und helfen beim Einschlafen. Eltenr sollten sich ihrem kleinen Sprössling besonder sin der Abgewöhnphase aufmerksam zuwenden und zeigen, dass sie immer da sind und viel Zuwendung geben. So kann er leichter auf den "Ersatz" verzichten.
  • Es hilft, dem Kind den Schnuller lediglich zum Einschlafen zu geben. Während es schläft, können die Eltern die Einschlafhilfe entfernen. Am Tag und bei normalen Alltagssituationen sollte der Schnuller aus dem Blickfeld der Kleinen verschwinden, um so nicht zusätzlich Begehrlichkeiten zu wecken.
  • Kleine Ablenkungsmanöver bewirken Wunder. Sobald die lieben Kleinen zum Schnuller greifen, sollten Eltern die Kinder in ein Gespräch einbinden, ein Spiel beginnen. So gewinnen sie die Aufmerksamkeit, und Gedanken an das Nuckeln verschwinden.