24.05.2013

Aktuelle Ausgabe

JA ZUM BABY 02/13
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DAS 1. LEBENSJAHR
Energie für Entdecker

Wann ist der richtige Zeitpunkt für festere Kost gekommen?

Das Entwicklungstempo von Babys ist sehr individuell. Das gilt auch für ihr Essverhalten. Ernährungsexperten empfehlen für den Start der Beikost ein Zeitfenster zwischen dem 5. und dem 7. Lebensmonat. Vorher sollte das baby keine Breimahlzeit bekommen, viel später aber auch nicht. Eine in Großbritannien durchgeführte Studie zeigt, dass das Auslöser für spätere Essprobleme sein kann. Ob das Baby bereit für Beikost ist, erkennt man daran, ob es seinen Kopf im Sitzen von alleine aufrecht halten kann, Interesse am Essen der Erwachsenen zeigt und den Mund öffnet, wenn sich der Löffel nähert. Vorhandene Fähigkeiten des Babys sollten genutzt und gefördert werden.

Welche Milchmahlzeiten wird zuerst durch eine Beikostmahlzeit ersetzt?

Die Mittagsmahlzeit ist optimal für einen Einstieg in die Beikost. Die Mittagsmahlzeit deshalb, weil in Deutschland traditionell die warme Mittagsmahlzeit ein wichtiger Bestandteil der Familienernährung ist. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung  (FKE) in Dortmund empfiehlt Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breie als erste Beikostmahlzeit. In der zweiten Phase wird die Abenmilchmahlzeit durch einen Brei ersetzt, später auch das Frühstücksfläschchen. Wichtig ist, dass die ersten Beikostmahlzeiten ganz fein püriert sind, weil das Baby zu diesem Zeitpunkt noch nicht beißen und kauen kann.

Lieber Fertigbreie als Selbstgekochtes?

Wer Zeit fürs und Spaß am Kochen hat, kann Babys Beikostmahlzeit selbst herstellen. Informationen über die Zubereitung und die Inhaltsstoffe kann man sich besorgen, Fertigbreie, das steht vollkommen außer Frage, sind aber einfach praktisch. Wer Beruf, Kinder und Haushalt unter einen Hut bringen muß, ist froh, dass es Fertigkost fürs Baby gibt, die aus gesunden Zutaten zubereitet und genau auf den Nährstoffbedarf kleiner Entdecker abgestimmt ist. Beim Kauf sollte man unbedingt auf die Altersangaben und auf die Zutatenliste achten. Babykost schmeckt ohne Zucker und Salz nicht nur natürlicher. zu viel Salz belastet die Nieren des Babys, und wer schon früh auf Süß programmiert wird, kämpft später oft mit Übergewicht.

Sollte man die Beikost  auf so wenige Lebensmittel wie möglich beschränken?

Das haben Ernährungsexperten lange Jahre empfohlen, weil sie der Ansicht waren, dass die langsame Einführung und das Beschränken auf wenige Lebensmittel Allergien vorbeugen helfen. Doch inzwischen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die frühe Gewöhnung an die Vielfalt unseres Speiseangebots der bessere Weg sein könnte. Davon versprechen sich Allergologen und Ernährungsexperten eine größere Tolerranz im Umgang mit potenziellen Allergieauslösern. Außerdem werden Vorlieben und Abneigungen gegen bestimmte Speisen früh geprägt, Deshalb sollte das Baby frühzeitig den gesunden Geschmack vielfältiger Nahrungsmittel kennen und mögen lernen.

Worauf sollte man beim Füttern achten?

Das Beikostalter ist eine aufregende Zeit für die ganze Familie. Die Nahrungsumstellung markiert einen gnaz wichtigen Schritt zur Selbstständigkeit der Kleinen. Die ersten Essversuche sind einfach drollig anzusehen und deshalb auch beliebte Motive fürs Familienalbum. Ganz leicht ist der Umgang mit dem Löffel ja wirklich nicht. Eltern brauchen also nicht nur viel Humor - Flecken lassen sich entfernen!!! - sondern auch viel Geduld, bis die Kleinen den Umgang mit der neuen Kost beherrschen. Nehmen Sie sich also Zeit für die Mahlzeiten, damit Ihr Kind seine Fähigkeiten ganz entspannt und ohne Stress entwickeln kann.