
Frühförderung ist die beste Entwicklungshilfe
Babys entwickeln sich im ersten Lebensjahr unglaublich schnell. Vom ersten Lächeln bis zum ersten Schritt dauert es nicht lange. Umso wichtiger, dass Eltern ihr Kind in jeder Entwicklungsphase unterstützen. Lesen Sie, was Ihrem Baby besonders gut tut. Und wo man die entsprechenden Anregungen findet.
1. bis 3. Monat
Babymassage: Frédéric Leboyer, der Begründer der sanften Geburt, hat Anregungen für die Babymassage in Indien aufgegriffen und in Europa bekannt gemacht. Mit großem Erfolg, denn heute kann man auch wissenschaftlich nachweisen, dass sich bei Babys, die häufig gestreichelt und massiert werden, mehr Nervenverbindungen entwickeln als bei anderen. Auskunft über Kursangebote geben Hebammen oder die Deutsche Gesellschaft für Babymassage (www.dgbm.de). Wer es allein ausprobieren möchte, braucht ein gutess Öl, warme Hände, einen gut geheizten Raum, Zeit und Muße. Lassen Sie sich von Ihrem Gefühl und dem des Babys leiten. Wie reagiert es auf Ihre leichten Berührungen? Mag es, wenn Sie die kleinen Zehen einzeln massieren? Oder um seinen Bauchnabel kreisen? Beobachten Sie Ihr Kleines genau, lächeln Sie es an, und genießen Sie diese innigen Minuten zu zweit.
4. bis 6. Monat
PEKiP
PEKiP ist eine Art Entwicklungsbegleitung für das ganze erste Lebensjahr. Das heißt: Die Babys werden spielerisch gefördert. Eine Gruppe besteht aus sechs bis acht Erwachsenen mit möglichst gleichaltrigen Babys. Ein Kurs wird idealerweise um die sechste Lebenswoche begonnen, ist aber auch mit einem halben Jahr noch empfehlenswert. Die Kleinen sollten während des Kurses nackt sein, damit sie sich freier bewegen können. Der Raum muss entsprechend geheizt sein.
PEKiP-Kurse erfreuen sich größter Beliebtheit. Die Anfänge gehen zurück auf den Prager Arzt Dr. Jaroslav Koch. Deswegen heißt PEKiP auch Prager Eltern-Kind-Programm. PEKiP fördert die physische und psychische Entwicklung des Kindes durch Bewegung. bei altersgerechten Spielen mit und ohne Singen haben Eltern und Kind gleichsam Spaß. Auch erhalten Eltern Tipps für den Alltag, wie etwa richtiges Halten des Babys oder Krabelunterstützung etc..
PEKiP kann unter Anleitung eines Buches oder einer erfahrenen Mutter auch zu Hause stattfinden, alleine mit Kind oder in einer privaten Gruppe. PEKiP-Kurse in Ihrer Nähe finden Sie unter www.pekip.de
Krabbelgruppen
Krabbelgruppen mit professioneller Betreuung werden von Familienzentren, Kirchengemeinden, Vereinen, medizinischen Einrichtungen oder anderen Institutionen angeboten. Informationen gibt es bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Es gibt auch Krabbelgruppen, die sich aus privater Initiative heraus bilden. Dabei ist nur zu bedenken, dass ein Ort benötigt wird, an dem die Kinder genügend Platz zum Spielen haben. Da jede Krabbelgruppe etwas andere "Spielregeln" hat, ist auch das Alter variabel, in dem die Kleinen aufgehoben werden. In der Regel gilt aber: Das Kind sollte schon krabbeln können, sonst fühlt es sich in der Gruppe nicht wirklich aufgehoben. Manche Krabbelgruppen dienen der reinen Kontaktpflege untereinander (sowohl für die Kleinen als auch für die Großen). Dauer und Häufigkeit des Kurses sind übrigens auch unterschiedlich.
10. bis 12. Monat
Eltern-Kind-Turnen
Turnen für die Kleinsten: ab etwa einem Jahr sinnvoll. Das Kind sollte erste selbststän dige Schritte machen können. Dann macht es viel Spaß, gemiensam mit Mami oder Papi turnen zu gehen. Turnen bedeutet für diese Altersgruppe einen Spielparcours aus Sportgeräten "erfahren": Da gibt es zum Beispiel eine an der Kletterwand befestigte Rutsche, die der Nachwuchs mit Mamas Hilfe hinunterrutschen kann oder auf die er auch schon ganz alleine hinaufklettenr kann. Es gibt Stofftunnel zu entdecken und auch ein Trampolin, auf dem der Nachwuchs hüpfen und seinen Gleichgewichtssinn trainieren kann.
Den Eltern macht es ebenfalls großen Spaß, die Fortschritte der Kleinen zu beobachten, außerdem ist ein sozialer Austausch mit anderen Eltern in einem sportlichen Umfeld besonders locker und angenehm. Außerdem lernen Kinder erste Regeln: sich anstellen, essen und trinken nur in der Umkleidekabine etc. Wo gibt es Eltenr-Kind-Turnen? Fragen Sie bei Ihrem örtlichen Turnverein nach.


