05.02.2012

Aktuelle Ausgabe

BABY POST 01.12
Ab Februar bei Ihrem Apotheker und Kinderarzt erhältlich

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DAS 1. LEBENSJAHR
4 wichtige Fakten zum Thema Beikost

1 Wann sollte das Baby seine erste Beikostmahlzeit bekommen?
Wie die gesamte Entwicklung von Kindern ist auch das Essverhalten sehr individuell. Das optimale Zeitfenster für den Start mot Babykost, da sind sich die Experten inzwischen aber einig, liegt zwischen dem 5. und 7. Lenbensmonat. Milch alleine reicht dann einfach nicht mehr aus, um das Baby zu sättigen und alle wichtigen Nährstoffe für seine gesunde Entwicklung zu liefern. Ein sicheres Indiz für seine Bereitschaft, festere Nahrung zu sich zu nehmen ist, wenn das Baby seinen Kopf im Sitzen von alleine aufrecht hält, Interesse am Essen der Erwachsenen zeigt und den Mund öffnet, wenn sich der Löffel nähert. Beginnt man deutlich später mit dem Zufüttern der Beikost, kann es häufiger zu Essproblemen kommen. Dies ist das vielleicht überraschende Ergebnis einer britischen Studie. Aber sie zeigt auch, dass vorhandene Fähigkeiten des Babys genutzt und gefördert werden sollen.

2 Darf man anfangs wirklich wöchentlich nur einen Brei nach dem anderen einführen?
Baby beim Futtern aus verschiedenen GläschenAuch in diesem Punkt gibt es interessante neue Erkenntnisse. Tatsächlich haben Ernährungswissenschaftler lange dafür geworben, dem Baby zu Beginn nur wenige unterschiedliche Breie anzubieten und bei der Einführung einer neuen Sorte etwa eine Woche zu warten. So wollte man hauptsächlich der Entstehung von ernährungsbedingten Allergien vorbeugen. Tatsächlich scheint es aber keine Belege für die bisherige These zu geben. Experten plädieren deshalb dafür, dem Kleinkind von Anfang an eine breitere Auswahl an Nahrungsmitteln anzubieten. Davon versprechen sich Allergologen und Ernährungsexperten eine größere Toleranz im Umgang mit potentiellen Allergieauslösern unter den Nahrungsmitteln. Außerdem werden Vorlieben und Abneigungen gegen bestimmte Speisen früh geprägt. Deshalb sollte das Baby frühzeitig den gesunden Geschmack vielfältiger Nahrungsmittel kennen und mögen lernen. Wichtig ist nur, dass die ersten Beikostmahlzeiten ganz fein püriert sind, weil das Baby zu diesem Zeitpunkt noch nicht beißen und kauen kann.

3 Welche Inhaltsstoffe sollten in einer gesunden Beikostmahlzeit enthalten sein?
Spätestens im 2. Lebenshalbjahr reicht die in der Milch enthaltene Menge an Nährstoffen nicht mehr für die gesunde Entwicklung des Babys aus. Wenn ein Kind ins Krabbelalter kommt und sich anshcicktt, die Welt zu entdecken, braucht es einfanch mehr Energie. Für den weiteren Aufbau der Muskulatur, für die Zähne, den Knochenbau und für die Zellentwicklung müssen zusätzlich Energie, Eiweiß, Eisen, Calcium und Vitamine über andere Nahrungsmittel hinzukommen. Ein Babybrei sollte diese Nährstoffe in einer Menge enthalten, die auf den Bedarf des Babys abgestimmt ist. Je natürlicher die Zutaten, desto besser zweifelos fürs Baby.

4 Wie viel Zucker und Salz ist gut fürs Baby?
Beim Füttern ihres Babys probieren Eltern erfahrungsgemäß selbst, was ihr Kleines auf dem Löffel hat. Manches schmeckt uns Erwachsenen dabei eher langweilig und fad. Im Umgang mit Zucker und Salz, so weiß man inzwischen in der Ernährungsbranche sollte man in Babys Interesse allerdings eher vorsichtig sein. Salz beispielsweise spielt zwar eine wichtige Rolle im Mineralhaushalt des Körpers. Zu viel davon belastet aber die jungen Nieren. Im Erwachsenenalter kann ein übermäßiger Salzkonsum Bluthochdruck, Herz- und Kreislauferkrankungen auslösen. Baby lernt essenDa die meisten Lebensmittel von Natur aus bereits Natrium enthalten, macht ein Verzicht auf zusätzliches Salzen Sinn. Auch den Zuckerhaushalt eines Gläschens sollte man sich genau anschauen. Zucker beeinflusst die Geschmacksvorlieben nachhaltig und besonders verhängnisvoll. Wer von klein auf auf Süß programmiert ist, kann sich später dem Lockruf von Schokolade & Co kaum entziehen. Mit einer geschmacklich variablen Beikost, unter Verwendung verschiedener Gemüse, können die Geschmackspräferenzen der Kinder dagegen langfristig positiv geprägt werden.