05.02.2012

Aktuelle Ausgabe

BABY POST 01.12
Ab Februar bei Ihrem Apotheker und Kinderarzt erhältlich

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DAS 1. LEBENSJAHR
Kinder und Arzneimittel

 Kinder und Arzneimittel - Kindgerechte Therapie

Medizinische Hilfe für kranke Kinder muss auf die besonderen Bedürfnisse des kindlichen Organismus abgestimmt sein. Eine kindgerechte Therapie ist die Voraussetzung für eine Heilung ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Den Kinderärzten steht ein breites Spektrum hochwirksamer Kinderarzneien zur Verfügung, wenn es um die Behandlung kleiner Kinder geht.

Zu Beginn ihres jungen Lebens sind viele Kinder anfällig für Erkrankungen. Ansteckende Infektionen wie Erkältungen beispielsweise können allein in ersten Lebensjahr bis zu zehn Mal auftreten. Wenn Babys Näschen so stark verstopft ist, dass das Kleine nach Luft ringt, nicht schlafen kann kann und den Appetit verliert, reicht alle Elternliebe nicht für die Genesung aus. Eltern sollten dann aber auf keinen Fall in ihren Arzneimittelschrank greifen und dem Kleinen ein Mittel verabreichen, dass sie selbst bei Husten, Schnupfen oder Fieber einnehmen würden. Der Organismus eines Kindes reagiert ganz anders auf Arzneistoffe als ein Erwachsener. Deshalb sollten bei der Therapie kranker Kinder nur Medikamente eingesetzt werden, die speziell für kleine Kinder entwickelt, geprüft und zugelassen sind.
Gerade für die Behandlung typischer Erkältungsbeschwerden, Magen- und Darmbeschwerden, Infektionskrankheiten, Fieber und Schmerzen gibt es eine ganze Reihe von Medikamenten, die speziell für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder entwickelt wurden und zugelassen sind. Damit steht den Kinderärzten ein breites Spektrum hochwirksamer  Kinderarzneien zur Verfügung. Arzneimittel für Kinder unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich der Zusammensetzung ihrer Wirkstoffe von Medikamenten, die für Erwachsene entwickelt wurden. Viele Elterngenerationen haben leidvolle Erfahrungen mit Tabletten gemacht, die viel zu groß für ein Kind waren. Heute gibt es hochwirksame Medikamente in Darreichungsformen, die für Kinder besonders geeignet sind: als Saft und Tropfen. Das erleichert es Eltern ungemein, ihrem kranken Kind die für eine rasche Genesung nötige Menge Arzneiwirkstoff zu verabreichen. Sie können ebenso ins Milchfläschchen wie in den Babybrei gemischt werde, schmecken nicht so bitter wie manche Pille und werdne von den Kleinen deshalb gut angenommen. Zäpfchen haben sich ebenfalls bewährt. Sie kommen hauptsächlich als fiebersenkende Arzneien sowie zur Schmerzbehandlung zur Anwendung. Eltern, die sich bei der Verabreichung dieser Arzneien an die ärztlichen Vorgaben halten, können sicher sein, dass ihr krankes Kind schnell wieder gesund wird und kaum ein Risiko besteht, dass es durch die Behandlung zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt.

 

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen:
Kinderärzte können bei der Behandlung kranker Kinder viele Medikamente einsetzen, die speziell für Kinder entwickelt wurden. Aber nicht alle Medikamente sind für Kinder geeignet , manche sind sogar gefährlich. Sei es, weil sie einen Wirkstoff enthalten, der für den kleinen Körper nicht geeignet ist, oder weil die Dosierung so hoch ist, dass die kindlichen Organe geschädigt werden. Eltern sollten deshalb niemals in den eingenen Arzneischrank greifen, um ihr fieberndes, erkältetes oder an Bauch- bzw. Kopfschmerzen leidendes Kind zu behandeln. Und wenn, was leider immer noch manchmal passiert, das Kind in einem unbeobachteten Augenblick selbst den Arzneischrank durchsucht und sich dabei ein paar hübsch anzuschauende bunte Tebletten in den Mund steckt, besteht sogar Lebensgefahr. Dann müssen die Eltern sofort den Kinterarzt aufsuchen oder sich bei einer der bundesweit registrierten Giftnotzentralen Rat holen.

10 Tipps zum Umgang mit Arzneimitteln

Kinderärzte raten im Umgang mit Medikamenten immer zu besonderer Vorsicht. Hier sind die wichtigsten Regeln, die Eltern unbedingt beachten sollten:

  • Kinder sollten niemals Medikament erhalten, die aus der Therapie eines Erwachsenen übrig geblieben sind.
  • Kinder könnten farbige Tabletten und Dragees nicht von Süßigkeiten unterscheiden. Deshalb Arzneimittel immer außer Reichweite von Kinderhänden aufbewahren.
  • Fragen Sie einen Kinderarzt oder Apotheker nach der Dosierung.
  • Ändern Sie niemals eigenmächtig die verschriebene Dosierung.
  • Verwenden sie für die Selbstmedikation nur solche Präparate, die als für Kinder geeignet ausgwiesen sind und entsprechende Dosierungshinweise im Beipackzettel aufführen. Bestimmte Medikamente, die Erwachsene hin und wieder anwenden können, eignen sich für Kinder nicht. Schon eine Kopfschmerztablette kann fatale Folgen haben. Hast ein Kind beispielsweise Schmerzen, so sollte unbedingt die Ursache geklärt werden. In _Eigenregie sollte man Schmerzmittel nur einsetzen, wenn die Schmerzursache bekannt ist - und dann auch nur vorübergehend. Ohne ärztlichen Rat sind Schlafmittel - auch rezeptfreie - nichts für Kinder.
  • Bevorzugen Sie Medikamente mit einem einzelnen Wirkstoff. Treten Nebenwirkungen auf, können Sie diese leichter einem Wirkstoff zuordnen.
  • Salben, zum Beispiel für die Behandlung von Sportverletzungen, nie großzügig oder großflächig an Kindern anwenden. Über die Haut nimmt der Körper die enthaltenen Arzneistoffe auf, und es kann zu Nebenwirkungen wie Magen-Darmstörungen kommen.
  • Bei harmlosen Erkrankungen wie leichten Infekten nicht sofort zu Medikamenten greifen, sondern der Selbstheilung des kindlichen Organismus die Chance geben und ihn mit Hausmitteln (Wadenwickeln etc.) dabei unterstützen.
  • Kleinkindern geben Sie Medikamente am besten als Saft, Tropfen oder Zäpfchen.
  • Auch bei der Kräuterapotheke ist Vorsicht geboten: Einige pflanzliche Tropfen oder Säfte haben einen hohen Alkoholanteil von bis zu 45 Prozent. Fragen Sie daher immer vorher einen Kinderarzt oder Apotheker um Rat.