
Die richtigen
Die richtigen Weichen stellen
Vorsorge ist die beste Basis für eine gesunde Entwicklung
Im ersten Lebensjahr werden ganz wichtige Weichen für die Entwicklung gestellt. Hier sind drei gute Gründe für die sechs U-Untersuchungen beim Kinderarzt
1 Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen
Innerhalb des ersten Lebensjahres lernen die meisten Babys, wie man selbstständig isst, auf eigenen Füßen stehen und sich verbal verständlich artikulieren kann – eine wahre Meisterleistung angesichts der Hilflosigkeit, mit der ein Neugeborenes auf die Welt kommt. Diese komplexe Entwicklung setzt allerdings voraus, dass ein Kind körperlich und geistig normal entwickelt und gesund ist. Wer alle U-Untersuchungen beim Kinderarzt wahrnimmt, hat die beste Garantie dafür, dass Erkrankungen, die die Entwicklung behindern und beeinträchtigen können (beispielsweise Hör- oder Sehbehinderungen, motorische Probleme, organische Beschwerden) rechtzeitig entdeckt und entsprechend frühzeitig behandelt werden können.
2 Allergien vorbeugen
Immer mehr Kinder leiden an Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen. Erste Anzeichen für eine allergische Reaktion zeigen sich oft schon im ersten Lebensjahr. Viele Babys entwickeln als erste Stufe der gefürchteten Allergie- Karriere eine Neurodermitis oder plagen sich mit schmerzhaften Magen und Darmproblemen. Häufige Entzündungen der Bronchien können ein Hinweis darauf sein, dass ein Kind ein allergisches Asthma entwickelt. Weil eine Allergie viele Gesichter haben kann, setzt die Diagnose viel Fachkompetenz und Erfahrung voraus. Im Rahmen der U-Untersuchungen können Eltern und Kinderarzt gemeinsam auffällige Reaktionen des Babys ein- und zuordnen und so gemeinsam den Weg für eine allergiefreie Kindheit und Jugend legen.
3 Impfen und vor vermeidbaren Kinderkrankheiten schützen
Als Teil der U-Untersuchungen im ersten Lebensjahr sind auch Impfungen vorgesehen. Sie sind die Basis für einen breiten Gesundheitsschutz. Dank hochwirksamer und gut verträglicher Impfstoffe haben Infektionskrankheiten ihren Schrecken verloren, kommen gefährliche Erreger wie Kinderlähmung, Tuberkulose und Diphtherie bei uns nur noch vereinzelt vor. Die so genannten Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps, Röteln und Windpocken mit ihren z.T. gefährlichen Komplikationen können wir unseren Kindern dank des medizinischen Fortschritts ebenso ersparen wie Durchfallerkrankungen durch Rotaviren, die bakterielle Hirnhautentzündung Hib, bakterielle Infektionen durch Meningokokken Typ C oder Hepatitis. Nur wenn die derzeit hohe Durchimpfungsrate weiter beibehalten wird, bleibt dieser wichtige Infektionsschutz wirksam. Impfexperten weisen darauf hin, dass mindestens neun von zehn Kindern geimpft sein müssen, damit ein Krankheitserreger keine Epidemie auslösen kann. Eltern, die ihr Kind impfen lassen, schützen nicht nur ihr eigenes Kind, sondern die ganze Gesellschaft.


