19.05.2012

Aktuelle Ausgabe

BABY POST 02.12
Ab April 2012 bei Ihrem Kinderarzt und Apotheker erhältlich

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DAS 1. LEBENSJAHR
Kreativer Sprachparcours

Sprache mir allen Sinnen lernen 

Haben Sie mit Ihrem Kind schon einmal einen Sinnes-Spaziergang gemacht, um bewusst seinen Wortschatz anzuregen und zu trainieren? Probieren Sie es einmal aus! Hier sind Anregungen der Redaktion.  S

SPRACH- UND ERLEBNISTOUR IN DER NATUR
(z. B. Bauernhof, Garten, Wald- oder Feldweg) 

Warm eingepackt - Baby Walz 
 Foto: Baby Walz
Wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen, ist es geradezu eine Oase für Kinder, im bunten Laub herumzustapfen. Heben Sie dabei immer mal wieder ein Blatt auf und zeigen es Ihrem Kind. Lassen Sie es das Blatt befühlen und auch daran riechen. „Kinder müssen Objekte erfassen, sie mit allen Sinnen erleben, dann kann sich ein Wort im Gehirn auf leichte Weise dauerhaft einprägen“, weiß Logopädin Uta Haeffner. Wiederholen Sie vor Ihrem Kind den einfachen Satz: „Das ist ein Blatt.“ Schauen Sie Ihr Kind dabei an, und zeigen Sie ihm das Blatt. Wenn das Kind dann selbst „Blatt“ wiederholt, können Sie seinen Wortschatz auch noch etwas erweitern. „Dieses Blatt gehört zu einem Baum.“ Dann wiederholen Sie häufig das Wort „Baum“ und deuten dabei auf einen Baum (der im Idealfall noch ein paar Blätter trägt, so dass das Kind nachvollziehen kann, dass Blätter an einen Baum gehören).  

Kreativer Sprachparcours
Kinder lernen am besten und leichtesten, wenn alle Sinne einbezogen sind. Das Giltauch für das Sprechen. Experten haben einen Sprachparcours entwickelt, den Sie gemeinsam ausprobieren können. Egal, ob in der Wohnung, in der Stadt oder in der Natur 

SPRACH- UND ERLEBNISTOUR IN DEN EIGENEN VIER WÄNDEN 

Der eigene Haushalt bietet unendlich viele Möglichkeiten, kleine Kinder mit neuen Wörtern vertraut zu machen. Zwar sind das dann vielleicht keine Spaziergänge, aber Orte, die mit allen Sinnen zu erleben sind, allemal. Alleine in der Küche können Sie wahre „Wort-Schätze“ hervorkramen: Töpfe, Teller, Tassen (wir empfehlen für Kinder Plastikgeschirr). Die Logopädin schlägt vor, einen Topf mit Schwamm in die Hand zu nehmen und zu sagen: Mama putzt den Topf, putzt du auch den Topf? Wichtig sind einfache Sätzeund konkrete Anweisungen“, so Uta Haeffner. 

Gehen Sie mit Ihrem Kind bewusst durch jedes Zimmer!
Wenn Sie selbst ganz aufmerksam alle Dinge in den Räumen betrachten, haben Sie Ihrem Kind viel zu erzählen und schulen dabei ungezwungen und fantasievoll seinen Wortschatz. Machen Sie dabei aber nie den Fehler, Mutter und Kind beim SpielenIhr Kind beim Sprecxhen zu korrigieren. „Das hast du aber falsch gesagt!“, gibt keinem Kind sprachliches Selbstvertrauen, weiß Uta Haeffner.„Greifen Sie den Satz des Kindes erneut auf, und wiederholen Sie ihn richtig, so wird sich das Kind nach und nach an den richtigen Wortklang und Satzbau gewöhnen.“  

Sprach- und Erlebnistour Stadt
(z.B. Straße, Bahnhof, Einkaufszentrum, Baustelle, Café 

In der Stadt ist meistens so viel Trubel, dass es leicht fällt, seinem Kind einige interessante Dinge zu erklären. Fahrzeuge aller Art gibt es im städtischen Trubel zu beobachten. Zeigen Sie Ihrem Kind ein Auto und sagen: „Das Auto fährt“, wiederholen Sie das ein paar Mal. „Sprache muss einem Kind darstellerisch nahe gebracht werden“, sagt Uta Haeffner. Vielleicht haben Sie ja ein kleines Spielzeugauto in der Handtasche, mit dessen Hilfe Sie Ihrem Kind zeigen können, was es bedeutet, zu fahren. Sie können noch weiter ausholen und sagen: „Um zu fahren, braucht ein Auto Räder.“ Dann lassen Sie es die Räder des Spielzeugautos bewegen. 

Vater und Baby draußen

Spielplätze gibt es in jeder Stadt. Sie sind der ideale Ort, um Sprache mit Bewegung zu verbinden. „Die Körperliche Entwicklung ist eine gute Basis, auf der die sprachliche Entwicklung aufbauen kann“, sagt Haeffner. Daher ist es wichtig, dass Ihr Kind die Chance auf viel Bewegung bekommt. Ermuntern Sie es auf dem Spielplatz zum Rutschen, sagen Sie langsam mit dem entsprechenden Namen ihres Kindes „Laura rutscht, schaukelt etc.“. 

Babys entwickeln sich individuell 

Wie und was sollte mein Kind wann sprechen können?  

  • 12 – 18 Monate Einzelne Wörter wie Mama, Papa, Ball, Auto.
  • 2- 2 ½ Jahre Zwei-Wort-Sätze und „Mehrwortäußerungen“
(zahlreiche Wörter, zusammenhängender Sinn, grammatikalisch noch falsch).