19.05.2012

Aktuelle Ausgabe

BABY POST 02.12
Ab April 2012 bei Ihrem Kinderarzt und Apotheker erhältlich

------ Anzeige ------

 

DAS 1. LEBENSJAHR
Später Beikoststart schützt nicht vor Allergien

Später Beikoststart schützt nicht vor Allergien

Katharina mit Löffel"Wie lange soll ich ausschließlich stillen?" "Wann füttere ich meinem Baby die erste Beikost?" Diese und ähnliche Fragen beschäftigen Mütter. Fest steht, dass in den ersten vier bis sechs Monaten Stillen als Königsweg gilt. Denn: Muttermilch ist die beste Anfangsnahrung, die den Säugling von Geburt an mit allen wichtigen Nähr- und Aufbaustoffen in idealer Zusammensetzung versorgt. Und, bei gestillten Babys sinkt das Allergierisiko um etwas 50 Prozent.

Aktuelle Ernährungsrichtlinien raten deshalb, möglichst sechs Monate voll zu stillen und den Start mit Beikost hinauszuzögern, um das Risiko von Allergien zu minimieren. Während der präventive Effekt von Muttermilch als gesichert gilt, sollten die Beikostempfehlungen durch Studien wisssenschaftlich untermauert werden.

Im Ergebnis ließ sich jedoch keine vorbeugende Wirkung durch späte Gabe insbesondere von Kuhmilch- und Hühnereiweißnachweisen, die als Hautauslöser für Allergien im Kindesalter gelten. Die Langzeitstudie von A. Zutavern untersuchte beispielsweise, ob Babys, die deise Lebensmittel erst wesentlich später als im 6. oder 8. Monat erhielten, weniger Allergiesymtome zeigten, als die Gruppe mit früherer Fütterung. Genau das Gegenteil war der Fall. Kinder, die diese Lebensmittel spät erhalten, leiden signifikant häufiger an Neurodermitis.