
Babys Haut ist zart und weich und neigt zu Irritationen
Rund um die Uhr ist ein intensives Pflegeprogramm angesagt.
Mit dem Waschen und Wickeln ihres Babys sind junge Eltern einige Stunden am Tag beschäftigt. Grund genug, sich mit den wichtigsten Fakten zu beschäftigen. Denn gerade im Windelbereich können leicht Irritationen und Rötungen auftreten. Eine gesunde, intakte Haut stellt eine effektive Barriere gegen das Eindringen schädlicher Mikroorganismen dar. Deshalb ist es so wichtig, die besonders empfindliche Babyhaut nicht zu reizen und in ihrer wichtigen Barrierefunktion zu unterstützen. Dazu können Sie einiges beitragen.
KEINE REIBEREIEN, BITTE!
Wenn Hautfalten aneinander reiben oder die Windel an der Haut scheuert, reagiert die Haut schnell gereizt und mit Rötungen. Das lässt sich vermeiden, wenn Sie Po und Genitalbereich nach dem Reinigen gründlich abtrocknen oder die Haut an der Luft trocknen lassen. Außerdem empfiehlt sich das Auftragen einer dünnen Schicht Wundschutzcreme. Die Leistenbeugen sollten Sie dabei aussparen. Gereizte und gerötete Haut kann man mit einer zinkhaltigen Salbe beruhigen. Sie darf übrigens nie zusammen mit Puder verwendet werden.
Setzen Sie den Po an die frische Luft!
Je dichter Windeln abschließen, desto feuchter wird die Haut und desto mehr verändert sich ihr pH-Wert. Die natürlicherweise auf der Haut vorhandenen Bakterien vermehren sich stärker als sonst - sie zersetzen den Urin und lassen Ammoniak entstehen, der die Babyhaut stark reizt und zu Rötungen führt. Um dies zu verhindern, sollten Sie Wärme- und Feuchtigkeitsstaus im Windelbereich vermeiden. Lassen Sie das Baby öfter mal ohne Windel strampeln, damit Luft an die Haut kommt.
WASSER IST ZUM WASCHEN DA
Stuhl und Urin können die zarte Haut eines Babys reizen. Deshalb sollten Sie die Windeln so oft wie nötig wechseln! Bei jedem Wickeln die Haut gründlich reinigen. In der Regel genügt dafür warmes, klares Wasser. Als Alternative, auch für unterwegs, sind Ölpflegetücher geeignet. Damit kann man Babys Po auch von stärkeren Verschmutzungen problemlos befreien. Den Genitalbereich bei Mädchen von vorne nach hinten säubern, damit keine Darmbakterien in die Scheide gelangen können. Bei
Ihrem Sohn sollten Sie den Penis nur außen reinigen und niemals die Vorhaut zurückschieben, da diese noch fest mit der Eichel verklebt sein kann und verletzt werden könnte.
SO VIEL ZEIT MUSS SEIN
Selbst wenn Sie einmal weniger Zeit haben, sollten Sie darauf achten, dass der Po vor dem erneuten Wickeln ganz trocken ist: Tupfen Sie die Haut vorsichtig ab oder benutzen Sie einen Föhn (auf schwächster Stufe, Gerät nicht zu nah an die Haut des Kindes halten). Jungs auf den Bauch drehen, damit es beim eventuellen Pipimachen keinen Stromschlag gibt. Diese Minuten lassen sich prima nutzen, um mit dem Baby ein wenig zu schmusen oder zu spielen. Jede Mutter und jeder Vater spürt ganz schnell: Windelwechseln ist nicht nur eine (manchmal lästige) Pflicht, sondern eine schöne Gelegenheit, dem Baby ganz nah zu sein. Liebe geht schließlich auch durch die Haut!


