05.02.2012

Aktuelle Ausgabe

BABY POST 01.12
Ab Februar bei Ihrem Apotheker und Kinderarzt erhältlich

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GEBURT
Kind nach der Geburt

Kind nach der Geburt

Nachdem die Atemwege des Kindes direkt nach der Geburt gesäubert wurden, wird das Baby in der Regel der Mutter auf den Bauch gelegt. Jetzt können Sie Ihr Kind zum ersten Mal bestaunen, anfassen, es streicheln, mit ihm reden.

Schließlich wird die Nabelschnur durchtrennt, die erste Babypflege vorgenommen. Schleim- und Blutreste werden aus Mund, Nase und Ohren entfernt. Die so genannte Käseschmiere wird in der Klinik nicht entfernt. Als schützender Fettbelag zieht sie nach einigen Tagen in die Haut des Kindes ein. Das Kind wird untersucht, gewogen und gemessen. Der Rest der Nabelschnur wird durch eine Nabelbinde geschützt.

Um eine Verwechslung auszuschließen, bekommt Ihr Baby um das hand- oder Fußgelenk ein Namensschildchen gebunden:

Die erste Nahrung des Babys

 Stillprobleme - Medela
 Foto: Medela

Legen Sie Ihr Kind unmittelbar nach der Entbindung an. Dadurch wird die Milchproduktion nicht nur erleichtert, sondern sogar beschleunigt.

Die erste Nahrung, die Ihr Baby zu sich nehmen wird, ist die so genannte Vormilch
(Kolostrum), die ihm über die Mutterbrust geboten wird. Sie ist eiweißhaltiger, aber festtärmer als die "richtige", die reife Muttermilch, die erst am dritten oder vierten Tag nach der Entbindung einschießt. Mit der Vormilch bekommt Ihr Kind so nicht nur einen bekömmlichen Trank, sondern auch einen, der seine Abwehrkräfte stärkt. Gleichzeitig wird mit dem Stillvorgang von Anfang an das Bedürfnis des Kindes nach Nähe und Geborgenheit erfüllt.

Da die Vormilch leicht abführend wirkt, kann auch das so genannte Kindspech schnell ausgeschieden werden. Dieses Kindspech sind Schlacken, also giftige Stoffe, die sich während der Schwangerschaft im Darm des Kindes angesammelt haben. Sie sind in der Tat pechschwarz.

Wenn Sie Ihr Kind nicht stillen werden, beraten Sie sich mit Ihrer Hebamme, Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt vor der Entbindung über die Möglichkeiten einer vollwertigen Flaschennahrung.

Die Gelbsucht des Neugeborenen

Die Leber eines neugeborenen kann den Gallenfarbstoff noch nicht schnell genug abbauen. Deshalb erkranken viele Babys in den ersten Tagen nach der Geburt an einer Gelbsucht. Gewöhlich ist sie so leicht, dass sie nicht behandelt wird. Verfärbt sich das Weiß des Auges gelblich, ist Ihr Kind matt und trinkt schlecht, kann es sich allerdings um eine stärkere Gelbsucht handeln. Bermerken Sie zu Hause solche Anzeichen, müssen Sie auf jeden Fall eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Auch wenn die Erkrankung Ihres Kindes harmlos ist, sollten Sie die Entscheidung darüber lieber dem Arzt überlassen.
BLJA - Bayerisches Landesjugendamt