05.02.2012

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BABY POST 01.12
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GEBURT
Techniken, die die Geburt erleichtern

Techniken, die die Geburt erleichtern
Ganz entspannt

Ganz entspannt Es ist im Grunde ein Klassiker", sagt Eva Maria Chrzonsz, „Angst erzeugt Spannung und Spannung erzeugt Schmerz, mehr Schmerz erzeugt Angst, ..." Die Hebamme aus Fulda zitiert hier gern den englischen Geburtshelfer Grantly Dick-Read, der schon in den 1930er Jahren diesen Teufelskreis von Schwangeren bei der Geburt auf den Punkt gebracht hat. Er führte die Schmerzen der Frauen vor allem auf ihre ängstliche Muskel - anspannung zurück und propagierte für eine möglichst entspannte Geburt körperliches und geistiges Training. Heute ist der Markt an Entspannungsmethoden für Schwangere so reich und unüberschaubar wie wohl kaum zuvor. Es beginnt bei der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson, geht über zu Yoga, Tai Chi und Bauchtanz bis hin zum Saunabesuch, wobei das Wechselbad der Temperaturen Muskeln und Psyche gleichermaßen entspannt. Experten prognostizieren sogar eine leichtere und kürzere Geburt dank Sauna.

„So richtig all diese Methoden im Ansatz sind, so wenig dogmatisch sollten Frauen das Entspannungsprogramm für sich sehen", betont Chrzonsz. Denn auch jede auferlegte Entspannung kann letztlich ein Zuviel an Spannung erzeugen. Die Formel sollte deshalb nie lauten, du musst, sondern du darfst. „Wichtig ist", so die Hebamme, „dass die Frauen für sich wissen, was wichtig, richtig und gut für sie persönlich ist". Eine informative, sachliche Aufklärung ist für Chrzonsz der Schlüssel zur Entspannung, „wenn die Frauen spüren, was sie brauchen und gerne machen, dann ist es auch richtig". Dazu müsse man sein Leben nicht völlig umkrempeln und aufgrund der Schwangerschaft plötzlich dreimal wöchentlich in die Sauna gehen. Schon ein Bad in der warmen Badewanne kann ein Erholungsmoment sein, genauso wie eine liebevolle Rücken-, Bauch oder auch Fußreflexzonenmassage vom Partner. Sich bewusst Auszeiten vom Alltagsstress zu nehmen, beispielsweise sich auf das Sofa zurückzuziehen, die Hände auf den Bauch zu legen und mit dem Baby zu schmusen und zu erzählen. Mehr auf sich zu hören, seiner eigenen Intuition zu vertrauen, ist das, was Chrzonsz den Schwangeren in ihrer Hebammenpraxis rät. „Loslassen zu können unterstützt eine gute Geburt", so die erfahrene Geburtshelferin.

Frauen, die sich während ihrer Schwangerschaft kleine Oasen der Erholung schaffen, erleben die Zeit der Schwangerschaft und auch die Geburt auf jeden Fall angst- und damit auch schmerzfreier.

Ganz gezielt
Ein Überblick über die gängigsten und besonders häufig praktizierten Entspannungstechniken

Progressive Muskelentspannung
In den 1930er Jahren von E. Jacobson entwickelt,wird durch die sys tematische Anspannung verschiedener Muskelpartien eine Entspannung der Muskulatur und auch der Psyche erreicht.

Reise durch den Körper
Dabei richtet sich die Wahrnehmung der Frauen nach innen auf ihren Körper. So werden einzelne Körperregionen bewusst wahrgenommen. Der Körper kann sich entspannen.

Atementspannung
Eine Methode, die vor allem auch im Yoga praktiziert wird. Durch das bewusste Ein- und Ausatmen lernen die Frauen loszulassen und dadurch ihre Muskulatur bewusst zu entspannen. Je tiefer die Atmung, umso mehr Endorphine werden ausgeschüttet, die Wirkung ist angstlösend und euphorisierend. Darüber hinaus bieten Hebammenpraxen, Volkshochschulen und Seminare von Familienbildungsstätten neben den Schwangerschaftsvorbereitungen auch weitere Entspannungskurse für Schwangere an, z. B. Yoga, Tai Chi und Bauchtanz.