
Die meisten Risikoschwangerschaften verlaufen ohne Komplikationen, denn die Frauenärztin bzw. der Frauenarzt verfolgt Babys Entwicklung besonders aufmerksam
Doppelte Aufmerksamkeit
Immer häufiger stufen Frauenärzte und -ärztinnen Schwangere als Risikoschwangere ein. Für Mutter und Kind lohnt sich die intensive Fürsorge in jedem Fall.
So manche werdende Mutter bekommt bei der Einstufung als Risikoschwangere einen gehörigen Schrecken. Doch sollten werdende Mütter sich deshalb nicht irritieren lassen. Manchmal ist es einfach sinnvoll, eine Schwangerschaft besonders intensiv zu betreuen, damit mögliche und zu erwartende Komplikationen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. Denn für die gesunde Entwicklung des Babys zählt jeder Tag im Mutterleib. Die gute Nachricht gleich vorweg: Der absolut überwiegende Teil aller Schwangerschaften verläuft vollkommen komplikationslos. Abgesehen von typischen Befindlichkeitsstörungen - wie Übelkeit und Sodbrennen - fühlen sich die meisten schwangeren Frauen neun Monate lang rundum gesund und munter. Komplikationen stellen sich auch nicht zwangsläufig ein, wenn eine werdende Mutter laut Eintrag im Mutterpass als Risikoschwangere gilt. Denn eine optimale medizinische Betreuung ermöglicht es dem Frauenarzt bzw. der Frauenärztin, Gefahren für Mutter und Kind frühzeitig zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern.
Fit im Alltag
Abhängig von Art und Ausmaß der jeweiligen Auffälligkeit, muss die Risikoschwangere von ihrem Gynäkologen individuell beraten und behandelt werden. Darüber hinaus können werdende Mütter jedoch auch vieles selbst unternehmen, damit aus einem vorhandenen Risikofaktor keine akute Gefahr entsteht. Eine rundum gesunde Lebensweise, die natürlich allen schwangeren Frauen ans Herz gelegt wird, ist für Risikopatientinnen gleich doppelt wichtig. Dazu zählt vor allem eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen ist. Eine übermäßige Kalorienzufuhr sollten schwangere Frauen jedoch vermeiden, vor allem, wenn ihnen Übergewicht bereits zu schaffen macht.
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern täglich. Mineralwasser, ungesüßte Früchtetees und Saftschorlen sind optimale Durstlöscher.
Der Verzicht auf Zigaretten und Alkohol
zahlt sich ebenso aus wie viel Bewegung an der frischen Luft. Der tägliche Spaziergang ist für die meisten werdenden Mütter empfehlenswert. Ob sich eine Risikoschwangere hingegen aufs Fahrrad schwingen oder durch den Wald joggen darf, sollte sie im Vorfeld mit dem Frauenarzt besprechen. Wichtig ist auch der konsequente Abbau von Stress. Risikopatientinnen sollten ihrem Körper viel Ruhe, Entspannung sowie Schlaf gönnen und immer daran denken: Überfüllte Terminkalender und Hektik im Büro lassen sich oft vermeiden.
Das sind die Hauptrisikofaktoren
Unterschiedliche Auffälligkeiten können dazu führen, dass der Frauenarzt seine Patientin gleich nach der ersten Vorsorgeuntersuchung als Risikoschwangere einstuft und sie deshalb bis zur Geburt besonders intensiv betreut. Zu den Risikopatientinnen gehören vor allem werdende Mütter,
• die älter als 34 Jahre oder jünger als 18 Jahre sind;
• die Mehrlinge erwarten;
• die übergewichtig oder krankhaft untergewichtig sind;
• die unter chronischen Erkrankungen - vor allem unter Bluthochdruck und Diabetes mellitus - leiden;
• in deren Familie bestimmte Erbkrankheiten aufgetreten sind;
• die bereits eine Früh- oder Fehlgeburt hatten;
• die extremen psychischen Belastungen ausgesetzt sind.


