
Werdende Mütter haben 40 Wochen Zeit, sich auf die Geburt Ihres Babys vorzubereiten. Für die gesunde Entwicklung eines Babys zählt aber jeder Tag. Und das vom ersten Augenblick der Schwangerschaft. Wie gezielte Schwangerschaftsvorsorge aus der Sicht von Frauneärzten und Gynäkologen aussehen sollte, damit die werdende Mutter und ihr Baby 40 entspannte Wochen zu zweit genießen können, lesen Sie hier
Für viele Gynäkologen steht fest, dass die ideale Schwangerschaftsvorsorge schon vor der Schwangerschaft beginnt. Weil ein Fötus natürlich schon in der Frühphase einer Schwangerschaft optimale Entwicklungsbedingungen benötigt, sollten Frauen mit Kinderwunsch die Weichen für eine gesunde Entwicklung ihres Babys möglichst frühzeitig stellen. Vitalstoffe wie Folsäure (Folat) gelten als Basis-Bausteine des menshclichen Lebens. Sie sind wichtig für die Entwicklung aller Organe.
Steht in der Frühphase einer Schwangerschaft nicht genug Folsäure zur Verfügung, kann es zu gravierenden Fehlentwicklungen kommen. Folsäure ist wichtig für Herz und Gehirn, und es wird benötigt, damit sich der Rückenmarkskanal richtig schließen kann. Ein Defizit an Folsäure ist oft die Ursache von Entwicklungsstörungen des Herzens und - besonders tragisch - der Fehlbildung Spina bifida, als offener Rücken gefürchtet.
Trotz unserer allgemein guten Lebens- und Ernährungsbedingungen starten viele Frauen mit einem Folsäuremangel in die Schwangerschaft. Denn Folsäur, die ohnehin zu den Problem-Vitalstoffen gehört, weil die meisten von uns davon zu wenig aufnehmen und manche auch auch noch an einer unentdeckten Verwertungsstörung für das B-Vitamin leiden, kommt bei einer einseitigen Ernährungsweise, die zwischen den Extrempolen Fast Food und Reduktionsdiät pendelt, erst recht zu kurz.
Frauen mit Kinderwunsch sollten mit ihrem Frauenarzt bzw. Gynäkologen deshalb schon vorab ein Infogespräch führen, bei dem auch ein möglicher Mangel an Folsäure thematisiert wird. Die Vitaminspeicher können durch eine gezielte Nahrungsergänzung rechtzeitig aufgefüllt werden, damit der Fötus alle entscheidenden Vitalstoffe genau dann vorfindet, wenn sie für seine gesunde Entwicklung gebraucht werden, schon bei ersten Hinweisen auf eine bestehende Schwangerschaft ihren Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin aufsuchen.
Je schneller ein bestehender Folsäuremangel erkannt und behandelt wird, desto besser die Entwicklungschancen des Babys. Auch für Jod (schilddrüsenfunktionen), Eisen und Vitamin B 12 (Blutbildung), Magnesium (Muskulatur, auch (Herz) und Kalzium (Knochenaufbau) sowie Vitamin C (gesundes Immunsystem), Vitamin D (Haut) und den Vitamin-B-Komplex sollten Frauenärzte und werdende Mütter einen erhöhten Bedarf gemeinsam abklären.
FAZIT
Durch eine bewusst ausgewogenen Ernährung können Schwangere gute Entwicklungschancen für ihr Baby schaffen. Bei einem Mangel an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen empfehlen Frauenärzte und -ärztinnen eine ganz gezielte Nahurungsergänzung.
SCHWANGERSCHAFTSVORSORGE
Bei der Feststellung der Schwangerschaft bekommt die werdende Mutter einen Mutterpass ausgehändigt. Dieser ist bis zur Entbindung ein wichtiger Begleiter für Mutter und Kind. Im Falle eines Falles ist jeder Arzt beim Blick in den Mutterpaass sofort über das Befinden von Mutter und Kind informiert.
Grundsätzlich sehen die Mutterschaftsrichtlinien regelmäßige Vorsorgetermine vor, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche sind Kontrollen alle vier Wochen vorgesehen. Ab dann zweiwöchentlich - bis zum errechneten Geburtstermin. Ist der Termin erreicht, gibt es alle zwei Tage Kontrollen - bis zum zehnten Tag über Termin.
Drei Ultraschlluntersuchungen (in den Schwangerschaftswochen 9 bis 12, 19 bis 22 und 29 bis 32) stehen an. Frauenärzte führen bei entsprechender Indikation auch zusätzliche Ultraschalluntersuchungen durch. Mit CTG-Untersuchungen können ab zrika der 30. Woche die Wehentätigkeit und der Herzschlag des kindes kontrolliert werden. Alle wichtigen Blutwerte sowie die Lage des Kindes werden überprüft. Alle Befunde werden in den Mutterpass eingetragen.
Für Frauen, die zum Zeitpunkt der Schhwangerschaft älter als 30 sind, empfeheln die Vorsorgerichtlinien eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese). Ab 35 wird die Vorsorge durch einen speziellen Organultraschall zum Ausschluss von Fehlbildungen ergänzt. Zur Frühdiagnose eines Schwangerschaftsdiabetes wird zwischen der 22. und 24. Woche ein Zuckertest durchgeführt. Für Schwangere über 40 sehen die Vorsorgerichtlinien wegen der stark erhöhten Risiken für Fehlbildungen eine Fruchtwasseruntersuchung und falls nötig, zusätzliche Ultraschall- und Blutuntersuchungen vor.
FAZITSchwangerschaftsvorsorge schafft ideale Voraussetzungen, um Frauen jeder Altersgruppe optimal durch die Schwangerschaft zu begleiten!


