
Zwischen Vorfreude und Vorsorge
Vielleicht haben Sie lange auf diese Schwangerschaft gewartet und nach vielen vergeblichen Versuchen die Hoffnung schon fast aufgegeben, jemals auf natürlichem Wege ein Baby zu bekommen. Vielleicht haben Sie aber auch gerade erst den Traummann Ihres Lebens kennengelernt und sind schnell schwanger geworden. Wie auch immer - jedes Leben ist einzigartig - jede Schwangerschaft ebenso. Jetzt liegen jedenfalls neun aufregende Monate vor Ihnen.
Vorfreude genießen
Noch sind Sie zu zweit, aber bald werden Sie eine kleine Familie sein. Mit allen Veränderungen, die das auch für die Partnerschaft mit sich bringen wird. Ihr Partner freut sich genauso wie Sie selbst auf das Baby? Das ist die ideale Voraussetzung für den neuen Lebensabschnitt. Er wird Sie wahrscheinlich gerne in den Geburtsvorbereitungskurs begleiten und alle Informationen in sich aufsaugen, die er über die anstehende Veränderung findet. Eine funktionierende Kommunikation ist in jedme Fall die beste Voraussetzung für das Gelingen. Sprechen Sie beide offen und ehrlich über die Gefühle und Empfindungen, die Sie jetzt bewegen. Ihr Leben wird sich grundlegend ändern - da ist es nur natürlich, dass sich bei aller Freude aufs Baby auch Ängste und Befürchtungen in das Denken einschleichen. Beziehen Sie den Partner in Ihre Empfindungen ein, und nehmen Sie auch seine Gefühle ernst.
Je früher Sie mögliche Problemfelder ansprechen, desto geringer die Gefahr, dass sie sich nach der Geburt zur Belastung für die Beziehung entwickeln. Das gilt natürlich erst recht, wenn Ihre eigene Vorfreude aufs Baby die des werdenden Vaters deutlich übersteigt. Dann ist Kommunikation wirklich das Allerwichtigste überhaupt, damit sich keine unheilbaren Risse in der Beziehung entwickeln. Ansonsten aber gilt: Genießen Sie die Zeit zu zweit und tun Sie alles, was Ihnen beiden Spaß macht. Ihre Beziehung wird sich dadurch noch vertiefen können - auch sexuell. Denn medizinisch gesehen sind der körperlichen Liebe keine Schranken gesetzt. Ihr Baby bleibt ungestört, es liegt gut geschützt in der Gebärmutter. Was es hingegen mitbekommt: die Glücksgefühle der Mutter. Ein letzter Uralub ohne Kind vielleicht? Dann wird es jetzt Zeit.
Eine neue Wohnung suchen, weil die alte für eine Familie zu klein ist? Nur los, neun Monate sind schneller vorbei, als man glaubt. Das Kinderzimmer einrichten und die Erstausstattung für Baby kaufen? Viele Paare berichten, dass diese gemeinsamen und praktischen Erfahrungen zusammenschweißen. Und haben Sie sich schon überlegt, wie das Baby heißen soll? Es macht Spaß, gemeinsam nach Namen für den Nachwuchs zu suchen.
Und nehmen Sie Ihren Partner ruhig mit zur nächsten Ultraschalluntersuchung bei Ihrem Gynäkologen. Die strahlenden, feuchten Augen beim Anblick des pochenden Herzchens Ihres Ungeborenen werden Sie so schnell nciht vergessen.
Vorsorge nutzen
Das Testergbnis ist eindeutig, kein Zweifel möglich. Sie haben sich entschlossen, Verantwortung für ein neues Lebewesen zu übernehmen. Diese Verantwortung tragen werdende Mütter übrigens schon gegenüber ihrem ungeborenen Baby. Und das vom ersten Tag der Schwangerschaft an. Wie ein Baby sich im Mutterleib entwickelt, darauf haben Schwangere nämlich mehr Einfluss, als sie glauben. Das ungeborene Baby profitiert von einer gesunden Lebensweise der Mutter.
Eine bewusste Ernährung beispielsweise ist ganz wichtig, weil das Baby nur dann alle wichtigen Nährstoffe bekommt, die es für seine Entwicklung benötigt. Achten Sie auf Ihre Gesundheit. Werdende Mütter sind besonders infektanfällig, weil ihr Immunsystem nur mit halber Kraft arbeitet. Schwangere sollten sich bei den ersten Anzeichen einer Infektion des Zahnfleisches und des Unterleibs unbedingt sofort behandeln lassen. Parodontitis, Hanrweginfekte und Pilzinfektionen sind nämlich keineswegs ungefährlich fürs Baby. Keine Frage, dass Schwangere alle Vorsorge untersuchungen beim Frauenarzt bzw. der Frauenärztin gewissenhaft wahrnehmen sollten!
Dank der intensiven Betreuung durch Frauenärzte und Frauenärztinnen können Frauen heute so sicher wie noch nie sein, dass ihr Baby gesund auf die Welt kommt. Regelmäßige Vorsorge ist die beste Garantie dafür, dass bestehende Risiken und Komplikationen rechtzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden können.
Dank der intensiven Schwangwerschaftsbegleitung können heute auch Frauen, die an chronischen Erkrankungen des herz-Kreislauf-Systems leiden oder Diabetes haben, ebenso leicht Mutter werden wie Frauen, die Mehrlinge erwarten oder sich erst in einem relativ späten Alter für eine Schwangerschaft entscheiden. Schwangere sollten die vorgesehenen Termine beim Frauenarzt deshalb unbedingt wahrnehmen. Sie finden anfangs alle vier Wochen, ab der 32. Schwangerschaftswoche alle 14 Tage statt. Ab der 38. Schwangerschaftswoche eventuell jede Woche. Zu den frauenärztlichen Leistungen gehören eingehende Blutuntersuchungen, die Überwachung des Blutdrucks sowie die Kontrolle von Babys Entwicklung per Ultraschall.
Übrigens:
Die meisten Schwangeren nehmen alle Termine der Schwangerschaftsvorsorge gewissenhaft wahr. Einen Besuch beim Zahnarzt planen allerdings nur wenige werdende Mütter ein. Dabei sind gesunde Zähne und ein gesundes Zahnfleisch ganz wichtig für die Schwangerschaft.


