
Der Kursinhalt
Das erreicht man am ehesten, indem man auch über bestehende Ängste spricht. Das Thema Schmerz nimmt deshalb eine zentrale Rolle ein und ist in der Theorie wichtiger Bestandteil der Kurse. Geburten werden immer als schmerzvoll beschrieben, und das macht im Vorfeld natürlich Angst. Teuerle vermittelt in ihren Kursen das Wissen um den Sinn des Schmerzes während des Geburtsvorganges und zeigt parallel dazu wichtige Methoden auf, Schmerz zu lindern - von der Atemwahrnehmung bis hin zur Peridurrrrralanästhesie (PDA). Inhaltlich dreht sich darüber hinaus alles um die die verbliebenen Wochen vor der Geburt - wo körperliche Beschwerden zunehmen können, Wassereinlagerungen, Rückenschmerzen, Schlafstörungen etc. Hier werden entsprechende Bewegungsübungen, Entspannungsübungen und Partnermassagen vermittelt, die diese Beschwerden beruhigen. Schließlich geht es um den Geburtsvorgang, die Geburtsmechanik. Es werden die Unterschiede in der Geburtshaltung vorgestellt und die Vorteile der aufgerichteten Position näher eräutert. Wehen sind natürlich ein Thema. Es wird besprochen, wie sich Geburtswehen von der normalen Wehentätigkeit unterscheiden. Geburtsanzeichen werden aufgezeigt. Der Zeitpunkt, wann die Hebamme zu benachrichtigen ist, eläutert sowie der richtige Zeitpunkt, um ins Kranken- bzw. Geburtshaus zu fahren. Schließlich werden die Phasen der Geburt eräutert, die hormonellen Zusammenhänge. Nehmen auch Männer am Kurs teil, so wird auch auf deren spezielle Rolle während der Geburt eingegangen; mögliche Schwieirgkeiten werden erläutert, um sie auf das bevorstehende Erlebnis einzustimmen.
Ein weiterer großer Themenblock widmet sich schließlich der Zeit unittelbar nach der Geburt: Ist die Hebamme organisiert? Bekommt der Parnter Urlaub? Haben sich möglicherweise zu viele Verwandte zum Besuch angemeldet? - "Nach der Geburt sind die Frauen erschöpft, deshalb ist es umso wichtiger, dass jetzt die wichtigsten Dinge organisiert sind, um den Start mit dem Neugeborenen gut und entspannt genie0en zu können", erklärt Teuerle. Je nach Interesse der Kursteilnehmerinnen werden auch die Grundgedanken rund um Stillen und Säuglingspflege erläutert. Und schließlich geht es neben all der Theorie auch um praktische Tipps rund um die themenkomplexe Ernährungsberetung. Massagetechniken und Yogaübungen. ziel der Kurse ist es, das Selbstbewußtsein werdender Eltern und das Vertrauen der Frauen in die Fähigkeit, ihr Kind auf die Welt zu bringen, zu stärken und sie auf das Leben mit dem Neugeborenen vorzubereiten. Mag sein, dass für die eine oder andere manches Thema dabei zu kurz kommt, oder im Gegenteil zu ausführlich diskutiert wird. Deshalb setzt sich Egelkraut für einen modularen Aufbau der Geburtsvorbereitungskurse ein. Der wäre dann nach Themenschwerpunkt aufgeteilt, wobei die Teilnehmerinnen ihre Schwerpunktinteressen individuell vertiefen könnten. Das ist aber noch Zukunftsmusik.
Das Kursangebot
Informationen zu Geburtsvorbereitungskursen bekommt man:
- bei Frauenärzten
- bei freien Hebammen
- in Kliniken
- in Hebammenpraxen
- in Familien- und Mütterzentren
- in den Gebrutshäusern
Schwangere können zwischen einem Wochenend-Kompaktkurs und einem sechs bis achtwöchigen Kurs wählen. Die maximale Stundenzahl beträgt 14 Stunden. Es gibt reine Frauenkurse, gemischte Kurse (einzelne Frauen und Paare), Paarkurse und selbst Kurse nur für Väter (die allerdings sind noch selten). - Die Kurszeit sollte so gewählt sein, dass sie ca. drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zu Ende ist. Anmelden sollte man sich dennoch rechtzeitig, da beliebte Kurse schnell ausgebucht sind.


