19.06.2013

Aktuelle Ausgabe

JA ZUM BABY 02/13
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SCHWANGERSCHAFT
Die Frau an Ihrer Seite

Die Frau an Ihrer Seite
Als Wochenbett werden die ersten Wochen nach der Entbindung bezeichnet. Auch in dieser Zeit haben Sie Anspruch auf Betreuung und Versorgung durch eine Hebamme. Hier sind einige Fakten, die Sie kennen solllten

Wer bezahlt die Nachsorge?
Die Kosten für die Nachsorge durch eine Hebamme werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Im Bedarfsfall springen auch die Sozialämter ein. Wer privat versichert ist, sollte sich wegen eienr Kostenübernahme rückversichern.

Wie oft und wie lange kommt die Hebamme ins Haus?
Anspruch auf die Besuche der Hebamme hat man zunächst einmal zwei Monate. In den ersten zehn Tagen kommt die Hebamme täglich, um nach Mutter und Kind zu schauen. Wenn nötig, auch mehrmals am Tag. Bis zum Ende der achten Woche werden die Abstände größer. Insgesamt kann die Hebamme in dieser Zeit 18 Mal nach dem Rechten schauen. Für Frauen, die stillen, bleibt die Hebamme jauch nach dem Ende der zwei Monate Ansprechpartner.

Kommt die Nachsorgehebamme auch ins Krankenhaus?
Immer mehr junge Mütter verlassen das Krankenhaus gleich nach einer ambulanten Entbindung. Dann kommt die Hebamme noch am Geburtsstag zu ihnen nach Hause. Aber sie übernimmt auch die Betreuung der Frauen, die zunächst einmal ein paar Tage in der Klinik bleiben.

Auf welche Leistungen der Hebamme hat ein junge Mutter Anspruch?
Die Hebamme bietet Hilfestellung bei Stillproblemen und überwacht den Heilungsprozess nach der Geburt. Sie kontrolliert die Rückbildung der Gebärmutter, den Wochenfluss und die Heilung nach einem Dammriss bzw. -schnitt.
Außerdem ist sie eine Ansprechpartnerin bei Problemen, die sich durch die hormonelle Umstellung im Wochenbett ergeben (z.B. Baby-Blues). Sie unterstützt die junge Mutter bei der Pflege ihres Babys und überwacht auch dessen gesundheitliche Entwicklung. Die U-Untersuchungen werden aber durch einen Kinderarzt vorgenommen.

Hilft die Hebamme im Wochenbett bei der Rückbildung? 
Nach einer Schwangerschaft sollte man dem Körper erst einmal Zeit zur Regeneration geben. Wenn man sich fit fühlt, zeigt die Hebamme erste Basisübungen zur Stärkung des Beckenbodens. Die Übungen kann man alleine zu Hause absolvieren oder gezielt in einem Rückbildungskurs (ab der achten Woche) intensivieren. Die Kosten für den Rückbildungskurs übernimmt ebenfalls die Krankenkasse.

Das raten Frauenärzte frisch gebackenen Müttern

Kannn man sich auf das Verhütungsmittel Stillen verlassen?
Das sollten junge Mütter lieber nicht tun. Stillen bietet zwar tatsächlich einen gewissen Schutz vor einer ungewiollten Schwangerschaft, aber nur unter Idealbedingungen. Wer jetzt nicht gleich wieder schwanger werden möchte, sollte lieber auf Verhütungsmittel wie Kondome, Diaphragma oder Spirale zurückgreifen. Die Pille ist tabu, solange die Mutter noch stillt.

Wann bildet sich ein Gestationsdiabetes zurück?
Bei den meisten Frauen, die unter der Schwangerschaft einen Gestationsdiabetes entwickelt haben, bildet sich die Erkrankung nach der Geburt ganz schnell wieder zurück. Es gibt Frauen, die unmittelbar nach der Geburt nicht mehr behandelt werden müssen, bei anderen dauert es manchmal länger. In den seltensten Fällen wird dieser Typ Diabetes zu einer chronishcen Erkrankung. Bei einer familiären Anlage zu Diabetes kann sich allerdings in späteren Jahren ein echter Diabetes entwickeln. Außerdem kann Gestationsdiabetes in einer Weiteren Schwangerschaft erneut auftreten.

Ich möchte ein paar Kilos abnehmen. Wann darf ich damit anfangen?
Frauen sollen sich in Bezug auf ihre Idealfigur nicht unter Druck setzen und akzeptieren, dass ihr Körper nach der 40-wöchigen Schwangerschaft etwa gleich viel Zeit benötigt, um zu alter Form zurückzufinden. Prominente Mütter sind in der Hinsicht kein gutes Beispiel. Stillen ist ein gutes Figurtraining, weil der Energieumsatz der Mutter in dieser Zeit deutlich erhöht ist. Wichtig: Während der Stillzeit ist von Diäten unbedingt abzuraten, weil in den Fettzellen Schadstoffe gespeichert sind, die in die Muttermilch übergehen. Die meisten Frauen sind mit der neuen Rolle und ihrem Baby aber so beschäftigt, dass sie viel Energie für den gewohnten Alltag benötigen. Figurprobleme sind da eher zweitrangig.