05.02.2012

Aktuelle Ausgabe

BABY POST 01.12
Ab Februar bei Ihrem Apotheker und Kinderarzt erhältlich

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SCHWANGERSCHAFT
Entwicklung im Mutterleib
Das spannende Leben vor der Geburt

Ein Baby hat gerade mal neun Monate Zeit, sich im Mutterleib auf das Leben vorzubereiten.

 

Endlich schwanger Wissenschaftler waren lange Zeit der Meinung, dass ein Kind die Zeit im Mutterleib ohne Wahrnehmung der Außenwelt und die Fähigkeit zu Gefühlen erlebt. Niemand konnte sich vorstellen, dass der Fötus in der schützenden Plazenta Außenreize wahrnehmen und darauf reagieren kann. Die Fähigkeit, Gefühle zu empfinden und zu zeigen, wurde dem Fötus per se abgesprochen. Die meisten Schwangeren spüren aber intuitiv, dass ihr ungeborenes Kind kein empfindungsloses Wesen ist. Das Ungeborene reagiert auf ihre Stimme, ein liebevolles Streicheln des Bauches, es zuckt bei plötzlichem Lärm zusammen oder beginnt heftig zu strampeln, wenn die Mutter unter seelischer Anspannung steht. Dieses alte Erfahrungswissen wird jetzt auch durch wissenschaftliche Studien bestätigt. Rasterelektronikmikroskope, endoskopische Untersuchungstechniken, Ultraschallaufnahmen, Speziallinsen zeigen eindeutig: Die Fähigkeiten der Babys vor ihrer Geburt, ihre Sinneswahrnehmungen und Verarbeitungsmöglichkeiten sind nicht nur erstaunlich groß, sondern auch überraschend früh entwickelt.

Fühlen, Schmecken, Hören

Schon ab der 6. oder 7. Schwangerschaftswoche reagiert das Baby, das zu diesem frühen Zeitpunkt noch Fötus genannt wird, auf Berührungen, beispielsweise Schmerzreize. Schmecken kann der Fötus ab der 12. SSW und lässt seine Geschmacksempfindungen vom 5. Monat an mit mimischen Reaktionen erkennen. Ab dem 5. Monat reagiert das Ungeborene auf äußere Geräusche und zeigt Schreckreaktionen auf laute Töne. In der 20. Woche reagiert der Fötus auf Licht. Dann verengen sich seine Pupillen. Anpassungsfähig. Der für das spätere Körperempfinden so bedeutsame Tastsinn und das Gleichgewichtsempfinden des Ungeborenen wird schon früh auf eine harte Probe gestellt. So muss es versuchen, mit seiner Mutter Schritt zu halten und sich ihrer wieder neuen Lage anzupassen. Ständig muss es Druck, beispielsweise beim Sitzen, ausgleichen. Indem es die Nabelschnur, die Plazenta oder Teile seines Körpers berührt, werden sein Tast- und Gleichgewichtssinn angeregt.


Schwangere mit KindUmweltreize

Bereits gegen Ende des dritten Monats reagiert beinahe der gesamte Körper des Ungeborenen auf Reize, wie Ultraschalluntersuchungen gezeigt haben, bei denen das Ungeborene in seiner natürlichen Umgebung beobachtet wurde. Das Gesicht, speziell die Lippen, und die Finger sind mit besonders vielen Rezeptoren ausgestattet, die sehr früh und intensiv Reaktionen zeigen. Versuche, bei denen der Mutter kalte Flüssigkeit in das Fruchtwasser gespritzt wurden, zeigen deutlich: Auch das Ungeborene verfügt über ein Kälte- und Wärmeempfinden. Auf diese Temperaturabsenkung reagierten die Kinder heftig und schlugen wild um sich. Der Herzschlag nahm zu und verkrampfte sich, der Mund öffnete sich, als ob die Kleinen schreien wollten. Kein Wunder, ist doch das Baby ist an die wohlige Wärme im Mutterleib gewöhnt. Es kann seine Körpertemperatur noch nicht selbsttätig regeln. Seine Körpertemperatur liegt ungefähr ein Zehntel über der der Mutter. Hat die Mutter Fieber, bekommt auch das Baby Fieber. Angst vor der Nadel.

Gefühle ausdrücken
Mit seiner Mimik und Gestik drückt das Ungeborene ganz offensichtlich bereits im vierten Schwangerschaftsmonat erste Gefühle aus. Stirnrunzeln, Grimassen und ein Schmollmund gehören dann schon zu seinem Repertoire. Bei Amniozentesen zwischen der 14. und 16. SSW wurde immer wieder beobachtet, dass das Baby sich von der es störenden Einstichnadel zurückzog. Manche Kinder verharren nach dem Eingriff zwei Minuten lang regungslos, bei anderen ändert sich die Herzschlag- und Pulsfrequenz. All dies ist als Ausdruck eines plötzlichen Schrecks, als Angstempfinden zu deuten. Forscher beobachteten ein Ungeborenes in der 24. SSW, das zufällig von einer Nadel berührt wurde. Nachdem es sich abgewendet hatte, fühlte es die Nadel abermals am Arm und schlug mehrfach darauf ein. Die Forscher werteten dies als Angst oder Schmerz.

 Fit für die Zukunft

Werdende Eltern wünschen sich vor allem eins: ein gesundes Kind. „Unverzichtbare Grundlagen für eine gesunde Entwicklung sind: eine bestmögliche Förderung durch Bildung und Erziehung und eine optimale Ernährung auch schon in der Schwangerschaft und Stillzeit", erklärt Privatdozent Dr. Holger Schulze. „Sie bietet zusätzliche Sicherheit bei der gesunden Entwicklung werdenden Lebens und sorgt für einen gesunden Schwangerschaftsverlauf. Und von der DHA-Aufnahme der Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit profitieren Kinder noch nach 8 Jahren, wie eine ganz aktuelle Studie belegt. Schon länger ist bekannt, dass DHA nicht nur wichtig ist für die Entwicklung des kindlichen Gehirns, sondern auch für scharfes Sehen. Gefördert werden damit das Lernen, Verstehen, (Be-)Greifen sowie die soziale Entwicklung des Kindes. Kurz: DHA macht unsere Kleinen fit für die Zukunft."

Training im Mutterleib

Entwicklungspsychologen glauben, dass das Leben vor der Geburt ganz wichtig für unser Leben ist, vielleicht sogar der wichtigste Zeitabschnitt des Lebens überhaupt. Im Mutterleib bilden sich nicht nur die Organe und Körperfunktionen aus, auch die Persönlichkeitsstruktur entsteht in dieser Entwicklungsphase. Das Ungeborene lernt im Mutterleib, es trainiert die für das Leben notwendigen Fähigkeiten und es bereitet sich auf das Leben draußen vor. Die werdende Mutter kann ihr Kind durch Aufmerksamkeit, Fürsorge und Liebe dabei unterstützen. So signalisiert sie ihrem Baby schon im Mutterleib: Du bist willkommen. Das ist die beste Basis für ein glückliches und zufriedenes Leben und ermöglicht es dem kleinen Erdenbürger, sich in der großen Welt zu orientieren und zurechtzufinden.

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